Monats-Archive: September 2017

Eintauchen statt Abtauchen – Rock ’n Roll(enspiel)

Manchmal – oft genau auf dem Fahrtweg zwischen Arbeit und Abholen – frag‘ ich mich: Bin ich zu schwach oder die Welt zu stark? Einerseits freue ich mich wie verrückt darauf die Kinder abzuholen und einen schönen aktiven Abend mit ihnen zu gestalten. Andererseits bin ich müde und manchmal mürbe. Der Alltag hat mich unerwartet erwachsen werden lassen. Und oft ist das einzige was ich mir wünsche: Ruhe oder zumindest eine PHerbsttürause.
An manchen Tagen kommen wir drei heim, allesamt müde vom ununterbrochenen Tag. Und dann naschen wir Brote vor der Glotze und kuscheln uns ganz eng aneinander.

An anderen Tagen aber, oft ohne es zu planen,  da wird unser Haus zum Zoo, zur Steinzeit, zur Werkstatt. Manchmal wird der sehr deutsche Wald zum Dschungel und unsere Fahrräder werden von Pegasi (sofern das der Plural von Pegasus ist) gezogen. Und was jetzt klingt wie eine Toffifee Werbung ist tatsächlich die Lösung zumindest eines meiner alltäglichen kleinen Problemchen. Denn manchmal fehlt mir die Zeit und die Geduld mich in die Kinderleben einzufühlen – und mein schlechtes Gewissen ist nur eine Frage von 5, 4, 3, 2…..Sekunden.

„Oh Gott, ich kann nicht mehr und werde nichts und niemandem gerecht!“

Mein Tipp:

EINTAUCHEN STATT ABTAUCHEN!

Natürlich muss man den ersten Schritt tun und beschließen:

„Ok ab jetzt lasse ich alles andere stehen und liegen. Ich mache jetzt nur noch Kind.“

Aber wenn das einmal getan ist, ab dann läuft der Engergieaustausch fast wie von alleine.

Die Kinder füllen meinen Tank mit Energie, die ich in so kurzer Zeit auf keine andere Art und Weise bekommen kann.Kastanien

Und jetzt ist endlich wieder Herbst! Und ich liiiiiiiiebe den Herbst. Ja ich liebe ihn, und damit meine ich jetzt nicht nur diesen goldenen, wenn die Sonne scheint und alles so bunt ist. Neeeeiiihein, das wäre ja zu easy. Ich liebe den Regen und den Nebel. Natürlich mag ich auch die Waldgeheimnisse, die Pfützen, den Schlamm, die klammen Finger und roten Nasen und die verhunzte Frisur.

Aber zugegeben, ich hatte einen Urlaub geplant, einen längst überfälligen, den ich aufgrund eines neuen Jobs nicht antreten kann. Also kam letzte Woche eins zum anderen und ich war einfach nur müde.

Und dann merkte ich: Oh ha, am Freitag ist ja das Herbstfest des Kindergartens – Thema Mittelalter! Und:

Ich liebe auch das Herbstfest!

In mir lief es ähnlich einvernehmlich ab, wie beim Kanzlerduell:

  • einerseits verspürte ich große Freude, denn im Ernst – Feste, das können die! Aber
  • andererseits bedeutet das so viel Organisation für mich. Die Kostüme und das Essen, das man mitbringt und es geht um 15 Uhr los, ich bin aber nie vor 15.30 Uhr in Frankfurt, und die Kinder wollten selbst noch etwas basteln und und und…..ich bin sicher ihr kennt das.

Also durchforstete ich Bastelideen und überlegte, wie ich mit wenig Aufwand ein hübsches Kostümchen für den kleinen Waldläufer und das noch kleinere Burgfräulein basteln könnte. Und während ich so überlegte und meinem „Alle basteln, also ich auch“-Mantra folge leisteten wollte, schlich sich ein Gedanke ein, der mir so unbekannt war, wie der Grund für den Erfolg der Kardashians. Ich dachte plötzlich:

„Oder ich bestelle einfach die Kostüme!“Wir_drei_Mittelalterfest

Ich höre schon die Reihen „Ich finde selbstgemacht viel schöner“ murmeln. Das bleibt ja jedem selbst überlassen. Für mich war das genau die Chance EINZUTAUCHEN statt ABZUTAUCHEN. Plötzlich war die Entscheidung getroffen und ich war so erleichtert. Ich konnte mit den Kindern zusammen genießen! Keine Arbeit, kein Zeitaufwand, kein „Nein ich will aber nicht diesen Stoff, sondern lieber den und Glitzer muss dran, aber auf keinen Fall hier rum und da laaaaang….“Mama_und_BohneEingang_Flou

Und noch ein Vorteil, wie ich finde, an gekauften Kostümen ist, dass die Kinder sofort erkennen wo was hinkommt und auch bei alltäglichen Rollenspielen ganz einfach und schnell wieder in ihre Kostüme schlüpfen können. (Ob das jetzt an meinem Basteltalent liegt oder nicht sei dahingestellt.) Die Kinder waren Feuer und Flamme und die Preise sind dank eines SALEs von Karneval-Universe auch für Sparfüchse
erschwinglich. Schon am nächsten Tag konnten wir sie ausprobieren, was natürlich wichtig war, denn wir mussten uns schließlich auch mit „Hallo, die Dame“ ansprechen und dabei einen Knicks machen, das will alles geübt sein.

Mein Fazit für diesen Beitrag in Sachen „Eintauchen anstatt abzutauchen“ ist: Je mehr Energie und Zeit ich dafür habe, mit den Kindern gemeinsam in Spiele und Rollen einzutauchen, desto mehr Spaß macht es mir. Ich kann nicht immer alles machen, wie ich es plane. Aber manchmal sind ungewohnte Wege mindestens genauso schön und aufregend.

Ich mache das garantiert wieder einmal. Vielleicht schon zu Halloween und dann könnt ihr alle vor Angst und Schrecken abtauchen – wenn wir auftauchen!

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