Geschichtchen

Eintauchen statt Abtauchen – Rock ’n Roll(enspiel)

Manchmal – oft genau auf dem Fahrtweg zwischen Arbeit und Abholen – frag‘ ich mich: Bin ich zu schwach oder die Welt zu stark? Einerseits freue ich mich wie verrückt darauf die Kinder abzuholen und einen schönen aktiven Abend mit ihnen zu gestalten. Andererseits bin ich müde und manchmal mürbe. Der Alltag hat mich unerwartet erwachsen werden lassen. Und oft ist das einzige was ich mir wünsche: Ruhe oder zumindest eine PHerbsttürause.
An manchen Tagen kommen wir drei heim, allesamt müde vom ununterbrochenen Tag. Und dann naschen wir Brote vor der Glotze und kuscheln uns ganz eng aneinander.

An anderen Tagen aber, oft ohne es zu planen,  da wird unser Haus zum Zoo, zur Steinzeit, zur Werkstatt. Manchmal wird der sehr deutsche Wald zum Dschungel und unsere Fahrräder werden von Pegasi (sofern das der Plural von Pegasus ist) gezogen. Und was jetzt klingt wie eine Toffifee Werbung ist tatsächlich die Lösung zumindest eines meiner alltäglichen kleinen Problemchen. Denn manchmal fehlt mir die Zeit und die Geduld mich in die Kinderleben einzufühlen – und mein schlechtes Gewissen ist nur eine Frage von 5, 4, 3, 2…..Sekunden.

„Oh Gott, ich kann nicht mehr und werde nichts und niemandem gerecht!“

Mein Tipp:

EINTAUCHEN STATT ABTAUCHEN!

Natürlich muss man den ersten Schritt tun und beschließen:

„Ok ab jetzt lasse ich alles andere stehen und liegen. Ich mache jetzt nur noch Kind.“

Aber wenn das einmal getan ist, ab dann läuft der Engergieaustausch fast wie von alleine.

Die Kinder füllen meinen Tank mit Energie, die ich in so kurzer Zeit auf keine andere Art und Weise bekommen kann.Kastanien

Und jetzt ist endlich wieder Herbst! Und ich liiiiiiiiebe den Herbst. Ja ich liebe ihn, und damit meine ich jetzt nicht nur diesen goldenen, wenn die Sonne scheint und alles so bunt ist. Neeeeiiihein, das wäre ja zu easy. Ich liebe den Regen und den Nebel. Natürlich mag ich auch die Waldgeheimnisse, die Pfützen, den Schlamm, die klammen Finger und roten Nasen und die verhunzte Frisur.

Aber zugegeben, ich hatte einen Urlaub geplant, einen längst überfälligen, den ich aufgrund eines neuen Jobs nicht antreten kann. Also kam letzte Woche eins zum anderen und ich war einfach nur müde.

Und dann merkte ich: Oh ha, am Freitag ist ja das Herbstfest des Kindergartens – Thema Mittelalter! Und:

Ich liebe auch das Herbstfest!

In mir lief es ähnlich einvernehmlich ab, wie beim Kanzlerduell:

  • einerseits verspürte ich große Freude, denn im Ernst – Feste, das können die! Aber
  • andererseits bedeutet das so viel Organisation für mich. Die Kostüme und das Essen, das man mitbringt und es geht um 15 Uhr los, ich bin aber nie vor 15.30 Uhr in Frankfurt, und die Kinder wollten selbst noch etwas basteln und und und…..ich bin sicher ihr kennt das.

Also durchforstete ich Bastelideen und überlegte, wie ich mit wenig Aufwand ein hübsches Kostümchen für den kleinen Waldläufer und das noch kleinere Burgfräulein basteln könnte. Und während ich so überlegte und meinem „Alle basteln, also ich auch“-Mantra folge leisteten wollte, schlich sich ein Gedanke ein, der mir so unbekannt war, wie der Grund für den Erfolg der Kardashians. Ich dachte plötzlich:

„Oder ich bestelle einfach die Kostüme!“Wir_drei_Mittelalterfest

Ich höre schon die Reihen „Ich finde selbstgemacht viel schöner“ murmeln. Das bleibt ja jedem selbst überlassen. Für mich war das genau die Chance EINZUTAUCHEN statt ABZUTAUCHEN. Plötzlich war die Entscheidung getroffen und ich war so erleichtert. Ich konnte mit den Kindern zusammen genießen! Keine Arbeit, kein Zeitaufwand, kein „Nein ich will aber nicht diesen Stoff, sondern lieber den und Glitzer muss dran, aber auf keinen Fall hier rum und da laaaaang….“Mama_und_BohneEingang_Flou

Und noch ein Vorteil, wie ich finde, an gekauften Kostümen ist, dass die Kinder sofort erkennen wo was hinkommt und auch bei alltäglichen Rollenspielen ganz einfach und schnell wieder in ihre Kostüme schlüpfen können. (Ob das jetzt an meinem Basteltalent liegt oder nicht sei dahingestellt.) Die Kinder waren Feuer und Flamme und die Preise sind dank eines SALEs von Karneval-Universe auch für Sparfüchse
erschwinglich. Schon am nächsten Tag konnten wir sie ausprobieren, was natürlich wichtig war, denn wir mussten uns schließlich auch mit „Hallo, die Dame“ ansprechen und dabei einen Knicks machen, das will alles geübt sein.

Mein Fazit für diesen Beitrag in Sachen „Eintauchen anstatt abzutauchen“ ist: Je mehr Energie und Zeit ich dafür habe, mit den Kindern gemeinsam in Spiele und Rollen einzutauchen, desto mehr Spaß macht es mir. Ich kann nicht immer alles machen, wie ich es plane. Aber manchmal sind ungewohnte Wege mindestens genauso schön und aufregend.

Ich mache das garantiert wieder einmal. Vielleicht schon zu Halloween und dann könnt ihr alle vor Angst und Schrecken abtauchen – wenn wir auftauchen!

Bitte hinterlasst mir eure Kommentare und folgt mir hier oder auf den anderen sozialen Medien-Kanälen!

Kinder, jetzt lernt ihr mich mal richtig kennen!!

„Mama, du hast ja lockige Haare?!“, sagte meine Tochter gestern zu mir. „So kenne ich dich ja gar nicht!“

Mal nebenbei bemerkt: Ich habe keine lockigen Haare, aber glatt ist das auch nicht. Ich habe mal mehr mal weniger Wellen und Knoten, aber eben meistens einen Mama-Bun oder Zopf wenn die Kinder und ich zusammen sind. Aber meine Tochter war ganz entsetzt von dem, was sich ihr da auf meinem Kopf offenbarte. Etwas Neues! Etwas ihr Unbekanntes…..ach Mädchen, wenn du wüsstest, dachte ich kurz. Nur kurz, dann fing die Maschinerie in meinem Kopf an zu werkeln und heraus kam dieser Blogeintrag.

Was mir an dem Beispiel mit meinen Haaren aber aufgefallen ist, ist folgendes:

Die Kinder kennen mich noch gar nicht.

Dem wollte ich möglichst schnell entgegentreten und so habe ich mir etwas ausgedacht:

Die Sommerferien stehen an. In manchen Bundesländern beginnen sie heute. Und wir haben endlich viel Zeit, die wir mit den Kindern verbringen können. Es ist doch wirklich die schönste Zeit des Jahres, die Kinder sind so glücklich und es erinnert mich so vieles an meine eigene Kindheit.

Also habe ich mit meinen Kindern ein kleines Spiel gespielt, das uns allen viel Freude gemacht hat. Es eignet sich optimal für längere Autofahrten, einen Tag am Strand, einen Wanderausflug…….und es lässt sich beliebig erweitern oder verkürzen. Ein Spiele-Hit für jede Altersklasse 😉

Eine Person stellt Fragen über sich selbst, die anderen antworten.

Z.B.:

  • Was ist meine Liebglingsfarbe? 
  • Mein liebstes Essen?
  • Was mag ich gar nicht?
  • Welcher ist mein Lieblingstag in der Woche?
  • Was ist mein Lieblingswetter?
  • Meine beste Freundin, mein bester Freund?
  • Woran erkennt man, dass ich wütend bin? (Laut meiner Kinder sehe ich dann aus wie ein Affe und wackel so komisch rum…..hmmmmm, ich glaub daran arbeite ich noch.)
  • Was ist mein Hobby?
  • Wieviele und welche Instrumente spiele ich?
  • Was mache ich, wenn ich ganz viel Zeit für mich habe? (Die Antworten waren sehr lustig, es begann mit „Aufräumen?“, woraufhin ich allerdings so lachen musste, dass beide ziemlich schnell die richtige Richtung einschlugen mit „Schlafen, Sport, Töpfern und Museum“. Beide denken ich würde bis spät, spät nachts aufbleiben, unter anderem um Diebe zu verjagen….niedlich!)
  • Wie hießen meine Freunde im Kindergarten?
  • Meine liebsten Fächer in der Schule?
  • Was müsst ihr tun, damit ich euch einen großen Wunsch erfülle. (Daraufhin habe ich so viele schmutzige, sanfte und feuchte Küssen bekommen….ich schmelze jetzt noch beim Gedanken daran.)

Danach war das Spiel beendet. Natürlich gibt es so viel mehr Fragen und Antworten und aus einer Frage ergibt sich die nächste und so weiter.

Und es ist mindestens ebenso erstaunlich, welche Antworten die Kinder auf diese Fragen über sich selbst geben.

Denn auch wenn wir meinen sie gut zu kennen, so sind sie eben doch eigene kleine Dinger, die sich ständig unkontrolliert entwickelte. Wenn gestern noch Kartoffeln der Hit waren, sind die jetzt eklig etc…..wer kennt das nicht.

In den letzten 7 Jahren habe ich viel Zeit damit verbracht meine Kinder kennen zu lernen. Wer schläft wie, was braucht der eine, was isst die andere, welches Kuscheltier wird benötigt und wie ist das Sozialverhalten der beiden. Wie gucken sie wenn sie müde sind und wenn sie hungrig sind etc. Ich meine die beiden ziemlich gut zu kennen. Aber kennen sie mich? Meine Kinder sind jetzt 5 und 7 und beginnen gerade erst sich so richtig dafür zu interessieren wie unterschiedlich Personen sind. Und sie wissen kaum etwas über mich.

Ich erzähle immer mal Geschichten von meinen Reisen – meist aus der Zeit als ich mit ihrem Papa vereist bin. Ganz selten auch von meinen Reisen alleine. Über meine berufliche Laufbahn, weiß mein Sohn, dass ich ein Buch geschrieben habe und damals viel im Fernsehen war, für meine Tochter war das ganz neu. Wie stolz sie geschaut hat.

Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich ihnen zeigen möchte wer ich bin.

Von einer sehr guten Therapeutin habe ich in der Zeit der Trennung einmal den Tipp bekommen „Wenn Sie gemeinsam essen, dann nehmen Sie sich ruhig einmal zuerst. Danach die Kinder.“ Ich habe mich gewundert, weil es doch irgendwie selbstverständlich für mich war, dass erst die Kinder satt sein sollten, so ähnlich wie „Kinder zu erst von Bord!“ Aber sie hatte total recht. Als Eltern gibt man alles für die Kinder. Ständig. Immer.

Als ich ihrem Tipp folgte und mir zuerst nahm, da guckte mein Sohn nicht schlecht. Das war lustig und ich sagte nur „Ja, ich habe ja auch gekocht und heute bin ich dran als erste.“ Tja und ich glaube sie haben es verstanden.

Gestern setzte ich mich ans Klavier – blankes Erstaunen füllte den Raum. Dass ich klimpern konnte, war ihnen bewusst, aber die Mama kann auch richtig spielen.

Jaaaaaa, die Mama kann noch viel mehr als das.

Die kann auch Saxophon – also n bisschen. Die kann auch echt gut Sport. Und Yoga. Die Vivi liest auch voll gerne und die Kinder könn(t)en dabei mittlerweile sehr gut im Garten spielen, ohne mich ständig zu sich zu zitieren. (Das üben wir noch….)

Es ist klar, dass sie mich noch nicht kennen. Sie waren die letzten 7 und 5 Jahre immer bei mir. Sie waren noch sehr klein und bedürftig. Da ist kein Platz für „Wer ist Mama eigentlich?“ Aber die Zeiten ändern sich und ich liebe diese Veränderungen. Natürlich kennen sie mich bisher „nur“ in meiner Mutter-Rolle, das ist der Gang der Dinge. Und ebenso natürlich bin ich mehr als das. Mir war dieser Schritt bisher nicht bewusst und ich freue mich sehr, den beiden das jetzt mitgeben zu können.

Sie sind sehr interessiert an mir. Sie freuen sich über die Dinge, die ich Ihnen erzähle und zeige. Sie finden es lustig und für mich ist es ein gutes Gefühl, dass sie mich kennen lernen.

Wie gut kennen euch eure Kinder? Habt ihr genügend Zeit, damit sie euch gut kennen lernen und wie handhabt ihr das? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Es gibt keine sch*** Zahnfee!

Das nehme ich jetzt auf meine Kappe. Ich habe mir zugegebener Maßen nicht einmal die Mühe gemacht herauszufinden, woher – ethymologisch gesehen – diese beknackte Zahnfee-Idee herkommt. Sie gibt es ja auch im Englischen….aber es ist mir auch vollkommen egal.

Ich habe die Nase so voll von den Wesen, die es angeblich gibt, die den Kindern ständig, pausenlos, immerzu und für jeden beknackten Scheiß Geschenke, Schokolade, Spielzeuge oder Geld versprechen.

Schnullerfee, Zahnfee, Töpfchenfee, Führerscheinfee, Menstruationsfee?! – im Ernst jetzt.

Wann hört das auf?! Wo soll das hinführen?! Wer hat sich das ausgedacht?! Und vor allem: WIESO?!?!?

Ich bin immer gerne bereit Kinder auch zu belohnen, für Dinge, die gut laufen. Oder sie einfach mal zu überraschen mit Kleinigkeiten. Wie meine Freundin einmal sagte: „Schockier‘ die Kinder, sag einfach mal JA!“

Aber hey,

den Kindern fällt nun einmal irgendwann der erste Zahn raus. Es ist ein Entwicklungsschritt – aber keine Fähigkeit.

Und es ist ein großes Ereignis. Aber es ist nicht mutig und irgendwie auch wenig belohnenswert, denn sie könnten es nicht einmal verhindern wenn sie wollten. Aber ich freue mich total mit ihnen. Mit dem Kind, über das Kind, über meine Wehmut, über sein Gefühl jetzt zu den Großen zu gehören. Ich will das überhaupt nicht verbinden mit nem Euro, oder nem Ninjago Karten-Pack.

Viel lieber, will ich, dass sie merken, dass Entwicklung etwas Tolles und Gutes ist und ich begleite sie. Aber ‚begleiten‘ heißt ja nicht ‚durchdrehen wenn etwas Natürliches passiert.‘

Was geschieht denn da? Wie stellt man sich vor, dass Kinder das Gewicht von Lob wahrnehmen? Nur durch Dinge? Was ist mit einer althergebrachten, festen Umarmung und einem frohen Gesicht? Wie wertvoll ist eine Kugel Eis zur Belohnung (die im Übrigen mittlerweile mit 1,10€ teurer ist als ein Ninjago-Pack!), oder einfach 10min langes und ausführliches Besprechen der hammerharten-mega-Leistung (ob jetzt aktiv oder passiv ist ja wurscht)?

Sich als Eltern die Zeit zunehmen, das Kind ausführlich zu loben, mit Worten, mit Körperlichkeit, mit Zeit. Das kommt irgendwie viel zu kurz in meinen Augen.  

Mein Sohn hat mir nach einem Wochenende beim Papa stolz seinen Zahn gezeigt. Endlich ist er raus. Man, das hat aber auch gedauert. Er guckte mich an und sagte „oh man, wie cool, dann kommt die Zahnfee wieder.“ und meine Tochter (der seit einem Unfall auch ein Zahn fehlt, zu der aber nie die Zahnfee gekommen ist, weil mir das damals nicht einmal bewusst war, dass das überhaupt ein Thema sein könnte) fing sofort an zu winseln…..“uuuuuhuuund iiiihiiiiich?“ Ich habe, in einem Zustand vollkommener Umnachtung noch versucht zu erklären, dass die Zahnfee nur kommt, wenn die Zähne bereit sind auszufallen und blablabla….irgendwann verfing ich mich im Lügengewirr und sagte zunächst leise „Also als ich so alt war wie ihr, da gab es gar keine Zahnfee.“ Die Gesichter hättet ihr mal sehen sollen.

„WAS?! Ja wer hat dir denn da die Geschenke gegeben?“ Und das war wohl der Moment in dem ich sagen musste, was ich schon eine ganze Zeit lang sagen wollte und ich sagte etwas zu genervt und ein klitzekleines bisschen zu laut: „Kinder, wisst ihr, als mir meine Milchzähne herausgefallen sind, habe ich nichts bekommen.“ „WAS?!“ „Ja, genau. Nichts. Die Zahnfee gibt es nämlich nicht! Das Geschenk, dass es im Tausch gegen den kleinen Zahn gibt, ist der nächste große Zahn. So ist das. Es. gibt. keine. Zahnfee. Wenn hier jemand irgendwem Geld oder Gold unters Kopfkissen steckt, dann sind das die Eltern. Eure Zähne fallen aus, ob ihr wollt oder nicht. Und ich bin sehr stolz, dass ihr zwei so tapfer seid. Aber es gibt KEINE Zahnfee – und Lou, wo wir gerade dabei sind: Es gibt auch keine Schnullerfee. Aber wenn du so tapfer bist und irgendwann deinen Schnuller abgeben kannst, dann machen wir uns einen schönen Nachmittag. Und du darfst aussuchen wohin wir gehen.“ Man das war eine Erleichterung. Die Kinder waren nicht sonderlich erstaunt. Ich glaube fast, sie hatten so etwas schon vermutet, die kleinen blitzgescheiten Dinger.

Ich finde diese Tendenz echt problematisch. Nicht nur, was die Fantasiegestalten Schnuller- und Zahnfee angeht. (Osterhase, Christkind und Weihnachtsmann sind da was ganz anderes. Die liegen in unseren Traditionen und in unserer Kultur verankert, klar ne?) Sondern auch diese überproportionale Loben von Handlungen.

Kinder werden in manchen Situationen gelobt und belohnt für nichts und wieder nichts. Fürs Spülmaschineeinräumen, fürs Nichtverwenden von Schimpfwörtern, Zimmeraufräumen, Rasenmäher, Müll rausbringen,  etc.

Manch ein Kind kritzelt in der Schule unerkennbare Bäumchen lustlos auf ein Blatt Papier, einfarbig, und möchte dann Abends von der Mama ein anerkennendes Lob.

Äh, Moment mal, das sieht man doch, dass du dir da keine Mühe gegeben hast! (Ich kenne mich mit solchen „Kunstwerken“ aus.) Und man sollte meinen, dass es auch unsere Aufgabe als Eltern ist, nicht uneingeschränkt alles absolut GROßARTIG (dazu gab es schon einen weiteren Exkurs von mir) zu finden, sondern eben auch beizubringen, ob etwas wirklich eine tolle Leistung ist, die wahrhaftiges und ernstes Lob verdient, oder ob man den Willen erkennt, aber auch die Faulheit. Und was Haushaltsaufgaben angeht: Ja natürlich werden die Kinder dafür gelobt. Aber es ist eben auch unser Alltag, in dem jeder etwas mithilft. Und nur, wenn sie bestimmte Aufgaben auch übernehmen, werden sie die Wertigkeit der Aufgaben auch erkennen. Es genügt ein Danke und ein Kuss. Diese Dinge sind selbstverständlich, oder sollten es meiner Meinung nach sein.

Es wird für sie nämlich ganz hart, wenn sie denken, dass die Welt so läuft und es ihnen dann jemand anderes beibringt.

Wir lieben sie doch. Das sind wir ihnen schuldig.

Also wenn eure Kinder dann bald erzählen, dass jemand erzählt hätte es gäbe keine Schnullerfee und auch keine Zahnfee. Das war dann wohl ich.

Wie handhabt ihr das? Und wenn ihr die Geschichten am Leben erhaltet, was denkt ihr darüber und warum? Es interessiert mich wirklich sehr.

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Freund oder Feind? – Das Telefon und ich – Teil I

Meine lieben Leser, ihr lest richtig, dieses ist nur der erste Teil meiner ersten REIHE von Blogbeiträgen um das Thema „Das Telefon in der Familie“. Das Thema ist so ein breit gefächertes, dass es noch mindestens einen, vermutlich aber eher zwei weitere Teile geben wird, in denen zum Beispiel die Auswirkungen auf das Sprechverhalten, die sprachliche Entwicklung und das familiäre Miteinander der Schwerpunkt sein wird. Und ihr dürft gespannt sein: Ich werde sicherlich nicht auf die Mamas schimpfen, die auf dem Spielplatz mal eben gucken was die Freunde so auf Instagram posten…..denn wer ohne Sünde ist und so….ne? Also dann lasst mich mal beginnen:

Teil I – Das Telefon und ich – Ein Drama in einem einzigen Akt.

Als ich 22 Jahre alt war (also vor ein paar ganz wenigen Jahren) bin ich ohne Handy und ohne elektronische Gerätschaften ein halbes Jahr nach Südamerika gereist. Es gab damals schon Handys. Nicht so weit verbreitet allerdings und es gab auch Digitalkameras. Ein paar meiner Reisebekanntschaften hatten welche dabei und mussten immer tierisch drauf aufpassen, dass niemand sie klaute. Sie waren heiß begehrt. Mein teuerstes Gerät war wohl ein Minidisc Player, den ich nach ein paar Wochen völlig entnervt nach hause schickte (zusammen mit meinen vollgeknipsten Filmen übrigens), denn er und die ganzen Minidiscs wogen einfach viel zu viel. Ein Handy mitzunehmen wäre Wahnsinn gewesen. Es gab ohnehin nirgends Empfang und vermutlich hätten die Roaminggebühren damals meine Reise um 2 Monate verkürzt. Das Internet verbreitete sich aber so langsam auch in den kleinsten bolivianischen Dörfchen. Das war für mich überraschend und ist es immer noch, aber so war es. Man konnte also immerhin Emails nach hause schicken und in Kontakt treten. Und ab und an konnte man – wenn man Glück hatte, die Mama im ICQ-Chat oder MSN-Messenger treffen und chatten.

Wenn ich jetzt das Haus ohne Handy verlasse, das mache ich gelegentlich absichtlich (aber nur, wenn die Kinder sicher beim Papa oder bei der Oma sind – ich bin ja nicht total verrückt!?!?!?!) dann beschleicht mich immer ein mulmiges Gefühl. Immer.

Ich schlechte Mutter bin nicht erreichbar!

Das ist der Grund warum ich es mache. Ich mag es nicht, dass ich das Gefühl habe, etwas ganz furchtbar Dringendes verpassen zu können, wenn ich nicht erreichbar bin. Es gab ja auch schon den ein oder anderen Notfall, mein Sohn hätte fast mal sein kleines Fingerchen verloren, meine Tochter hat einen Schneidezahn weniger, Gehirnerschütterungen, Vergiftungen, ihr kennt das. Sowas passiert ja auch mal, wenn man dabei ist, aber noch kreislaufanregender ist es, wenn man eben nicht dabei ist.

Sobald man den Namen der Schule, des Kindergartens, des Horts, oder einfach derjenigen Person, die die Kinder gerade betreut auf dem Display erkennt, hält uns nichts mehr auf! RANGEHEN, SOFORT!

Mich interessiert echt, wie ein MRT von unserer Gehirnaktivität aussieht in solch einer Situation. Absolute Alarmbereitschaft. Hyperaktivität. Armageddon!

Aber die Kinder waren natürlich nicht allein, sie sind viel zu klein noch. Sie sind nie alleine. Es waren und sind immer Betreuer da, die sich gekümmert haben und kümmern und es ist natürlich ihre Pflicht mich zu informieren und natürlich will ich auch da sein, aber man fragt sich schon……

Wie zur Hölle lief das, als ich noch ein Kind war?!

Meine Mutter hat ganz sicher nicht zuhause vor dem Festnetz gesessen und gewartet bis oder ob jemand anruft, weil sich die Kinder verletzt haben könnten oder noch schlimmer: Ihre Badehose vergessen haben könnten. Nein, als ich ein Kind war, waren Dinge eben so. Da rief niemand: „WO WARST DU DENN ICH HABE DICH 3x ANGERUFEN UND KEINER GING RAN?!“ Da konnte man es manchmal einfach nicht ändern. Ich bin kein Fan von „früher war alles besser“. Das finde ich auch gar nicht. Aber früher war vieles anders und das ist der Gang der Dinge. Manche Dinge sind einfach anders. Und jetzt ist jetzt.

Ich bin IMMER der Ansprechpartner, wenn es um die Kinder geht. 24 Stunden am Tag. Das kann einen schon mal an die eigenen Grenzen bringen und gerade deswegen entscheide ich mich sehr selten, aber bewusst dafür, mein Telefon nicht mitzunehmen. Ebenso entscheide ich mich auch oft dafür, mein Telefon nicht zu verwenden. Dann nämlich, wenn ich keine Zeit habe zu telefonieren. Dass es solche Momente täglich gibt, werdet ihr alle wissen. Alle Eltern wissen es wie es ist, wenn man vollbepackt mit Tüten und Gemälden und Steinchen und gesammelten Tannenzapfen um 16 Uhr vom Kindergarten kommt und an einer vollbefahrenen Straße zum Auto läuft oder auf dem Heimweg ist und das Telefon klingelt.

Nein, ich bin nicht erreichbar dann. Theoretisch schon, aber nicht praktisch.

Selbst wenn ich ran ginge, hätte der Gesprächspartner keine Freude an unserem Gespräch, „Achtung, Schatz, nicht so nah an den Straßenrand…nein ich kann das nicht auch noch halten…..stopp! GUCKEN! Sag mal, du wirst jetzt bald 5, du musst doch gucken!….da! Da vorne…nein nicht das Auto, das nächste…ja genau“ ….das will doch auch niemand hören! Ich will es ja nicht mal sagen…..

Auch um 17.30 Uhr ist es übrigens eine ziemlich verrückte Idee mich erreichen zu wollen, da fängt doch die Bettzeit an! Sowas weiß man doch….tststs…. Ebenso um 18.30 Uhr da lesen wir – manchmal streiten wir da auch noch aber da könnte ich dann auch nicht!  Und ab 19.30/19.45 Uhr habe ich oft ein Zeitfenster von so ca. 15 min. Da räume ich die Spuren des Tages weg, mache Schulbrote und Wäsche. Dann muss ich aber auch Schluss machen, denn sonst bin ich zu müde für mein Highlight des Tages.

Dann kommen MEINE 30min des Tages. Ich will dann Sport machen, zuhause und in Ruhe und ich will nicht ‚gemamat‘ werden in dieser Zeit. Egal von wem. Danach mache ich mir ein Abendbrot und dusche (ja ohne Kinderhändchen unter dem Duschvorhang, wenn alles nach Plan läuft). Dann gucke ich oft noch ein Serie und ….naja

…ich gebe zu, dass ich, seit es Netflix gibt die Notwendigkeit eines Telefonats immer weniger sehe. 

Aber auch in der Nacht bin ich wieder im Dienst und streichle Bäuchlein und tröste Träumchen und halte Füßchen und hole Wasser und suche verloren gegangene Kuscheltiere aus den hintersten Ecken. Jetzt wäre übrigens ein super Zeitpunkt mich anzurufen, wenn es mal dringend ist. Denn zwischen 3 und 5 Uhr morgens kann ich oft ohnehin nicht mehr einschlafen – und ich weiß, dass ich auch damit nicht alleine bin. Wie wär’s denn dann?!

Wie macht ihr das mit euren Telefonen?!

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  • nächster Teil I: Telefone, wir und unsere Babys und Kinder bis 3 Jahre (voraussichtlich 18.04.2017)
  • Teil II: Telefone, Geschwisterkinder und Kinder bis 7 Jahre (voraussichtlich 25.04.2017)

 

Ich bin eine S.M.I.T.H.

Ich freue mich, mich nun endlich in eine von mir selbst kreierte Schublade stecken zu können:

Ich bin eine SMITH –  den Begriff habe ich mir gerade selbst ausgedacht. Es ist das Akronym für:

Single Mother(s) iTerraced House(s)

(SoloMutter im Reihenhaus)

 

(Dass es akronymtauglich ist, ist zwar nett….aber leider nur Nebensache….) Lasst mich kurz vorweg nehmen, was mich heute beschäftigt hat. Ich wohne in einem Reihenhaus und es ist ein Traum. Ach was habe ich mich früher lustig gemacht…und siehe da, kaum hat man Kinder ist es der Traum. Nebenan alles voller Kinder, überall Spielstraßen, die Kinder draußen und ich habe Zeit für mich. So ähnlich hatte ich es mir vorgestellt und so ähnlich ist es auch. BIS AUF:

Ich bin nicht wie die anderen und das hört und sieht man.

Frei nach unserem Motto „Wir sind drei“, gehe ich also mit den Kindern in unseren Garten, denn das Unkraut muss raus und der Rasen gemäht werden und ganz dringend muss ich die Moskitotür zusammen- und einbauen, die Kinder suchen ihre Crogs, einer fehlt. Der Wasserhahn geht nicht auf. Lou (4) muss im Bad geholfen werden. Da kippt der Stuhl um. Dahinten ist die Steckdose – nicht dran gehen. Auch nicht an den Rasenmäher. Ach jeh, einer stößt die Milch um – die war doch in der Kühlschranktür. Hmmmm ok, vielleicht hat da jemand etwas zu fest an der Tür gezogen. Ob sie ein Eis dürfen? Ja klar, es ist zwar erst 10.30 Uhr aber es ist warm und es sind Ferien….für Eis braucht man keine Rechtfertigung. Oh der Alarm der Tiefkühltruhe, die Tür klemmt, ob ich endlich auch mal mitspielen kann, ja gleich, ich muss nur kurz……und so weiter.
Für alle diese Wehwehchen und Problemchen kommt hier nur ein Erwachsener in Frage. UND DAS BIN ICH. Ich weiß im Großen und Ganzen kennt das jeder Elternteil.

Nur: hier gibt es nur mich. Tag und Nacht.

Ich könnte schwören, dass nicht mal mehr meine Nachbarn nach einem Tag im Garten das Wort „Mama“ noch hören wollen.

Ich mache Frühstück und räume es weg. Kein „Kannst du mir bitte mal die Butter mitbringen?“ oder „Ja ich nehme auch noch einen Kaffee, bitte“. Es sind diese Kleinigkeiten, die manchmal eine sehr große Hilfe wären. Natürlich musst du immer während des Essens aufs Klo, kannste nix dafür, kein Problem, Schatz.

Was mir aber aufgefallen ist, ich werde beguckt. Angeguckt. Beobachtet gar. Und ich weiß auch genau warum:

Man kommt selten dazu mit mir zu sprechen. Ständig bin ich schon wieder weg….

Ich hetze morgens in die Schule und bringe Fionn. Während ein paar Eltern einen klitzekleinen Plausch halten, bin ich mit beiden Kindern in Eile. Küsschen, bis später, ich hole euch gegen 16 Uhr ab. Dann ab in den KiGa, meist treffe ich dort andere Eltern, ganz kurz sehe ich sie, aber ich muss weiter. Beim Abholen das gleiche Spiel. Elternabende: Sollte ich einen Babysitter gefunden haben, kann ich nicht zum Plausch bleiben – viel zu teuer. Aber nur ganz selten kann ich mir das überhaupt leisten. Wir treffen uns nicht zum Joggen, gehen nicht zum „Endlich mal Zeit für mich“-Kurs, denn wir haben nicht „endlich mal Zeit für uns“ und auch keinen Babysitter.

Ich möchte mich gerne in der Gemeinschaft einbringen und will auch, dass meine Kinder das an meinem Beispiel lernen. Wir tragen uns ein – ok das erledige ich natürlich – für Kuchenverkaufen beim Flohmarkt, da stehen wir dann zu Dritt und verkaufen. Auch bei der Gartenarbeit „Wir machen den KiGa Sommerfit“ kommen wir zu Dritt und ja natürlich:

Ich bin diejenige, die nicht mit den anderen quatscht, sondern neben den Aufgaben, zwei Kinder im Blick haben muss (und will).

Und just heute, in 20min werde ich zum ersten Mal seit ich-weiß-nicht-mehr-wann einen Sonntag mit sogar 2 (!!!) Vater-Mutter-Kind-Familien verbringen. Denn auch das ist so eine Sache. Sonntags ist Familientag und wir werden nicht zu Vater-Mutter-Kind-Events eingeladen. Ganz einfach. Bestimmt ohne böse Absicht, aber in der Regel liegt es daran, dass irgendwie die Ehefrauen denken ich würde mir ihren Mann angeln wollen und die Ehemänner denken, ich könnte ihren Frauen Flausen in den Kopf setzen. Das weiß ich aus den Berichten von den jeweils anderen…..und aus noch anderen Berichten weiß ich:

Das geht nicht nur mir so.

Kennt Ihr Dr. Alexandra Widmer, Christine Finke oder www.gingerbread.co.uk ?

Neben allen diesen Dingen, die sowohl Dr. Alexandra Widmer, als auch Christine Finke zu bewältigen haben, sind die beiden und die Organisation www.gingerbread.co.uk dennoch unser Sprachrohr. Sie halten Vorträge und sensibilisieren wie sie nur können für uns. Sie sind unsere Stimme. Ich habe keine Ahnung wie sie es machen, denn neben Beruf und Kindern und Haushalt etc. arbeiten und sprechen Sie für ein ganzes Segment dieser Gesellschaft der total unterrepräsentiert ist. Die sehr berühmtes Präsidentin von gingerbread ist J.K.Rowling, Harry Potter’s Mutter – und die weiß bescheid. Und sie kann es auch in wahrhaft magische Worte kleiden.

Nicht jeder kann J.K. Rowling sein und nicht jedem wohnt die Macht der Worte inne. Zumindest habe ich hiermit die Hoffnung meine Stimme vom Schweigen zu erheben. Ein Anfang ist gemacht!

Danke, ihr Befürworter! Danke Alexandra und Danke Christine und Danke J.K.! 

Und euch anderen alle bitte ich: Wenn ihr jemanden trefft der alleine ist, denkt nicht, er / sie will haben was ihr habt. Denkt nicht, wir jammern nur oder hätten nichts zu erzählen. Denkt nicht dass wir erwarten, dass 2 Elternfamilien uns den anderen Elternteil ersetzen sollen. Ich für meinen Teil hätte einfach gerne immer mal wieder Kontakt zu dem einen oder der anderen, und das obwohl es immer eng ist mit der Zeit. Aber bitte seid euch darüber im Klaren, dass wir oft  mit unserer Situation an sich (also ohne anwesenden  Partner) zufrieden sind. Es ist für uns einfach oft sehr viel und über ein klitzekleines bisschen Hilfe bei der Gartenarbeit, beim Abholen, oder einfach nur ein nettes Wort am Kuchenstand freuen wir uns sehr.

Meine Stimme war still, jetzt ist sie immerhin schon leise.

Der Rasen ist gemäht, das Unkraut….ok fertig ist man damit ja nie so richtig aber wir haben auch zusammen gespielt und ich war mindestens so müde wie die beiden. Erfolgreich also.

Bitte vergesst nicht meine Blogs zu teilen und zu liken. Je mehr Menschen uns hören, desto mehr können wir auch ein Teil der Gesellschaft sein.

 

Dorf rules!

Ok ok, ich sehe gerade es ist fast genau 1 ganzes Jahr her, dass ich einen letzten Blogeintrag verfasst habe.
Wer mir über die sozialen Medien folgt konnte bereits erahnen warum. ICH BIN UMGEZOGEN. Ich, meine zwei Kinder und allerlei Krims und Krams und Tüddeldidei und hier noch ein Kästchen und ein Haarspängchen und „ach-das-Lego-Teil-habe-ich-schon-die ganze-Zeit-gesucht-das-muss-auch-noch-mit“. Wir haben also unsere Milliarden Sachen gepackt und sind endlich von der Innenstadt weg und in einen wunderschönen, äußeren Stadtteil von Frankfurt gezogen.
Jetzt höre ich euch in Gedanken schreien:

„SIE IST UMGEZOGEN?! EIN JAHR LANG?!“

Natürlich nicht. Aber irgendwie doch. Denn Umziehen mit Kindern (ob alleine oder nicht – und ich bin ja alleine) ist viel mehr, als das Bett von einer Wohnung in die nächste zu stellen. Es beginnt beim Aussortieren der gesamten Welt der kleinen Kinder. Was habe ich mir für Gedanken gemacht „Endlich kann der eklige Mundschutz aus dem Arztkoffer in den Müll“….es ist kein Witz…..keine 13 min später kommt Lou mit wässrigen Augen und zitternder Unterlippe ins chaotische „was einmal das Wohnzimmer war“-gewankt und schluchzt:

„Meeeheeeeein Muuhuuuundschuuuhuuuutz, das war mein aaaaahaaallllaaaaaallllaaaliebsta Muuuhuundschutz“

und ich denke:

OH GOTT. Da ist sie. Traumatisierung Nr.1.

Und da meinte ich zu erahnen, was mit den letzten Kindergartentagen, dem Freundeskreiswechsel, den neuen Gefilden, dem ersten Schultag, der ersten Geschwistertrennung und und und auf mich zukam –

HA! Ich hatte ja keine Ahnung.

Was ich irgendwie vergessen hatte, war: Mich selbst. Und meine Sachen. Und meine Klamotten!
Um den Kindern so viel Zeit wie möglich und so wenig Veränderung wie nötig abzuverlangen, begann ich meine Sachen als erstes einzupacken. Das schien sinnvoll. Ums kurz zu machen: Es war es nicht.
Nach dem Umzug hatte ich allerdings – so schön hier alles ist – zunächst Schwierigkeiten in den Alltag zurück zu finden. Jede Familie kämpft damit aber alleinerziehende Elternteile natürlich umso mehr. Nr. 1 hatte keinen Hortplatz, was meine Arbeit schlichtweg unmöglich machte.

(Wusstet ihr, dass Erstklässler teilweise nur bis 11.25 Uhr Unterricht haben?!?!? Wie soll man das denn machen? Nun denn, die Zeiten sind jetzt vorbei.) Beide Kinder haben einen tollen Betreuungsplatz bekommen. Jetzt starten wir hier wieder durch. Klar bleibt es anstrengend. Aber ich werde ab jetzt wieder versuchen in regelmäßigen Abständen von uns zu berichten, zu bloggen. Ich habe noch einige Themen geplant.
Es wird nicht nur um Kommunikation gehen. Auch einfach über mich, über uns, meine Gedanken, unsere Aktivitäten und mal sehen was sonst noch ansteht. Wenn ihr Wünsche habt: Immer her damit.
Mittlerweile hat sich auch eine kleine aber feine Leserschaft aus Großbritannien und Amerika hier eingefunden, ich werde mich also auch bald um Blogeinträge in Englisch bemühen.

Es geht bald wieder los! Schön, dass ihr meinen Eintrag gelesen habt.

Und: Dieses Dorf hier ist vielversprechend. Die Leute sind nett. Die Kinder sind gut angekommen und wir haben einen Garten.

Lou hat jetzt einen neuen Mundschutz. Sie hat bisher nie mehr damit gespielt.

So viel zur Traumatisierung.

Oh Gott – es sind Ferien!

Die letzte Woche Ferien hat nun begonnen und ich habe gerade im Radio Beträge zum Thema „Was tun in den Ferien, wenn auch noch schlechtes Wetter ist?“

Da gibt es ganz nette Idee. Wachsbilder zum Beispiel, oder auch Sockenmemory oder oder oder. Neben einer Milliarden anderer Ideen ist meine erste Idee immer: Matschklamotten an und einfach raus, aber ich verstehe schon, wenn das nicht für jeden etwas ist.

Was mich ein klitzekleines bisschen an der Thematik stört ist, der – zugegebenermaßen von mir interpretierte – Hilferuf: Oh Gott, es sind Ferien! Jetzt muss ich mich den ganzen Tag um meine Kinder kümmern! Eine Frau rief im Radio an, sie backe gerade Kuchen. Lächelnd sagte sie „Ja, man will den Kindern ja was Gutes tun und mit ihnen gemeinsam etwas tun. Sie steht mir schon etwas im Weg…und wenn ich ans Aufräumen denken….“

Kindergartenferien/Schulferien bedeutet: Freizeit mit den Kindern!

Ich habe zu diesen Themen immer gleich 2 Gedanken:

1.) Der Weg ist das Ziel: Es geht nicht zwingend darum, dass da ein wunderschöner Kuchen entsteht, sondern, dass die haptischen Erfahrungen stattfinden. Motorik geschult wird, geschleckt und geschlabbert wird. Dass man über nicht alltägliche Dinge redet, der Wortschatz erweitert wird und es ein schönes Erlebnis wird. Es muss gar kein Ehrgeiz dabei sein. Ob der Kuchen nun was wird oder nicht….das ist nicht unbedingt oberste Priorität.

2.) Was denkt man, wenn man so etwas sagt, was die denken, die daneben stehen? Aussagen wie „Wir backen zusammen, aber sie stehen mir schon im Weg.“ „Na klar, wird immer alles verschüttet.“ oder einfach nur „Oh Gott, Kindergarten/Schulferien, jedes Mal wieder der Horror.“ (Das ist übrigens ein Zitat einer Mutter aus dem Kindergarten meiner Kinder. Wenn wir unsere Kinder mit Respekt behandeln wollen, dann sind solche elterlichen Aussagen aber kein gutes Vorbild.

Kinderohren führen in Kinderseelen!

Auch Kinder haben Ohren und gerade sie haben einen Anspruch darauf von uns geschützt und gut behandelt zu werden. Ich finde es nicht in Ordnung wenn wir so tun, als wäre es die größte Arbeit von allen mit ihnen Zeit zu verbringen. Natürlich ist es manchmal für uns nicht so einfach. Wir müssten arbeiten, wichtige Gespräch führen, organisieren, einkaufen, ans Kochen denken, Wäsche machen, Auto repariere…..was auch immer. Wir sollten dieses und jenes tun und jetzt sind Ferien und wir müssen uns umstellen. Aber dafür können unsere Kinder doch nichts.

Im Gegenteil, je mehr wir uns mit ihnen beschäftigen, desto schöner und erfüllter wird diese Zeit auch. Wenn ich versuche mir vorzustellen, dass jemand in meiner Anwesenheit über mich sagt: „Naja, und dann muss ich mit Vivi auch noch einen Wein trinken gehen….du weißt ja….anstrengend!“ also gebauchpinselt und geliebt würde ich mich dabei nicht fühlen.

Wir sind die Eltern – wir wollen, dass sie sich geliebt fühlen.

Im Alltagsstress geht uns häufiger der Denkansatz verloren, dass die Kinder unser Leben sind. Dass sie es sind, weswegen wir tun was wir tun. Dass sie unsere Erfüllung sind und nichts dazu leisten müssen. Alles was sie tun und was uns anstrengt, gehört zum Paket. Und nur wenn wir dieses Paket auch komplett annehmen, können wir von ihnen profitieren. Von ihren witzigen, kreativen Handlungen, Bewegungen, Äußerungen. Von ihren Liebeserklärungen, ihrem Zorn, der irgendwann verfliegt wenn sie in unseren Armen schluchzen und wir merken, dass wir ihre Welt sind – noch.

Diese Privilegien haben wir nur einen kurzen Zeitraum in ihrem Leben. Der ist aber mit ziemlicher Sicherheit in den Kindergartenferien!

Mein Anliegen heute ist: Passt auf die Kinderohren auf. Sie führen direkt in ihre Seelen. Und genießt es, denn was ich so über pubertierende Kinder gehört habe, bedeutet, dass auch das bald ein Ende hat. Die Ohren schließen sich irgendwann……

Abgesehen von alldem: Kinder müssen nicht den ganzen Tag bespielt werden. Ruhe und eigeninitiatives Spiel ist vielleicht nicht zu jedem Zeitpunkt für jedes Kind eine Option (Ich habe damit Erfahrung, unterschiedlicher könnten meine beiden nicht sein.) aber auch das ist etwas, das mit Übung irgendwann gelingt. Langeweile ist nicht gleich Langeweile.

In diesem Sinne: Was denkt ihr? Wie handhabt ihr diese Situationen? Lasst es mich wissen. Und folgt meinem Blog über die Icons in der rechten Spalte.

Alles Liebe und vor allem viel Spaß für die restlichen Ferien und die anstehenden langen Wochenenden.

Wir müssen reden!

Wir müssen natürlich nicht. Wir wollen – ok das ist klar. Aber worüber reden wir mit unseren Kindern? Das ist ein Gedanke auf den mich Elternpower gebracht hat. An manchen Tagen gehen unsere Gespräche wirklich nur ein kliiiitzekleines bisschen weiter als „Wie war es im Kindergarten/Schule?“, „Was gab es zum Essen?“ und „Habt ihr schön gespielt?“. Gegen Abend folgen dann „Kommt ihr bitte zum essen?“ Habt ihr die Hausaufgaben gemacht?“ „Danach aber ab jetzt ins Bad und Zähneputzen.“, „Schlafanzüge an, dann darf sich jeder noch ein Buch aussuchen.“

Jetzt habe ich ein bisschen Glück, dass meine Kinder seeeeehr, sehr gesprächig sind. Sie finden immerzu Themen. Aber auch ich ertappe mich dabei, dass mir die Themen nicht immer liegen. Oder auch – aber das ist jetzt ein Geheimnis – nicht iiiiiimmer hochgradig interessant sind. Liegt es denn daran, dass wir manchmal nicht so richtig mit den Kindern sprechen? Sind unsere Kinder langweilig? Oder wir, weil wir nicht mehr genügend Phantasie haben, für eine imaginäre und verbale Schlacht der Ewoks? Nein, das glaube ich nicht. Natürlich sind die Interessengebieten von 38 jährigen und 6 jährigen nicht immer kongruent, aber das ist nicht der Grund. Wir sind einfach etwas gefangen in unserem Alltag. Beschäftigt mit Gedanken, mit Dingen die noch erledigt, geplant oder getan werden müssen. Natürlich. Ebenso wie die Kinder auch.

Neue Gesprächsthemen initiieren

Mit Kindern zu sprechen ist so unglaublich interessant und schön. Und vor allem ist es immerzu eine einzigartige Gelegenheit. Denn sie werden groß und größer und irgendwann haben wir mit ihnen ganz normale, erwachsene Unterhaltungen. Nur jetzt, wenn sie von klein zu groß heranwachsen ist Platz für ungenormte Formulierungen und Gedanken. Und die sind oft unvorhersehbar witzig und kreativ und wenn wir genau hinhören geben unsere Kinder auch viel über sich selbst preis. Oftmals sind diese Äußerung aufschlussreicher als jede Antwort zu Zähneputzen, Hausaufgaben und Mittagessen.

Solch eine Gesprächssituation zu schaffen ist nicht schwer. Kreative Unternehmungen fördern natürlich solche Themen. Ich gehe dazu mit den Kindern in Museen, lass sie dort erzählen was sie in den Bildern sehen. Wir vergleichen oder gehen einfach nur rum. Auch gerne mehrfach in die gleiche Ausstellung – Installationen sind toll und können auch zuhause nachgemacht werden. Meine Regel dazu ist allerdings, dass wir wieder gehen, sobald ich merke, dass sie keine Lust mehr haben. Eine positive Stimmung ist die Grundvorraussetzung für eine funktionierende Kommunikation. Wir basteln etwas ohne Vorgaben und mit viel Fantasie, gehen in den Wald und ich spiele mit ihnen ihre Rollenspiele. Ich lasse mir das Leben von ihnen in ihrer Welt erklären. Und es ist mehr als faszinierend, wie sie sich einige Dinge erklären, wie sie sich die Sprache zurecht legen um sich Dinge und Situationen zu erklären. Mein Sohn erklärte mir gestern, dass Streichhölzer ihren Namen zurecht hätten, denn damit könne man schließlich prima Streiche spielen. (Ich muss das noch einmal mit ihm besprechen….)

Über den Tag berichten

Nichts desto trotz lohnt es sich natürlich die Kinder zum Erzählen über den Alltag zu motivieren. Aber wie um alles in der Welt bringen wir sie dazu uns mitzuteilen wie ihr Tag war. Ohne dass sich unsere Kommunikation auf die oben aufgeführten Satzfetzen beschränkt.

Beziehungsweise, was ich noch wichtiger finde, Freude daran zu haben, ihren Tag mit uns zu teilen.

Ich empfinde es als sinnvolle Eigenschaft, denjenigen mit denen man zusammen lebt mitteilen zu können, was man erlebt hat und was einen bewegt.

Ich möchte gerne meinen Kindern das Gefühl vermitteln, dass ich sehr interessiert bin an ihrem Alltag, ohne dass sie das Gefühl haben sich genötigt zu fühlen, es mir erzählen zu müssen. Und ich denke der Schlüssel dazu ist mal wieder:

Vorbild sein!

Also setze ich mich abends an den Abendbrottisch und berichte von meinem Tag. Ich versuche solche wichtigen Informationen einzustreuen wie „Ach ja, ich hab einen Salat gegessen heute Mittag, ich muss dringend einkaufen, ich hätte viel lieber Nudeln gekocht. Hattet ihr Nudeln?“ Und schwuppdiwupp erzählen sie, dass es Nudeln ohne alles gab. Oder eben Brot. Und das wird vermutlich gar nicht stimmen, denn wenn es nach meinen Kindern ginge, dann gäbe es jeden Tag Nudeln ohne alles oder Brot zum Mittagessen. Aber es ist der Gesprächsansatz der zählt.

Das Leben – insbesondere das Leben mit Kindern – ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Je mehr Situationen wir schaffen, in denen wir die Welt in Ruhe mit den Kindern leben und wahrnehmen können, desto besser wird unsere Grundlage sein.

Wie handhabt ihr das?

Und noch eine Bitte: Wenn euch meine Blogposts gefallen, dann könnt ihr über die Buttons oben meinem Blog folgen. Und natürlich auf Instagram, Twitter und Facebook und teilt meine Posts, dann freue ich mich.

Alles Liebe

Vivi

Sprühsahne zum Frühstück

Kinderessen, Essen für Kinder, ich esse gleich die Kinder!

Wenn ich Artikel zum Thema „Essen mit Kindern“ lese verzweifle ich regelmäßig. Denn auch wenn ich meine, meistens sehr entspannt mit dem Thema umzugehen, so merke ich doch, dass auch ICH gerne mal wieder was anderes essen würde als Fischstäbchen, Reis, Kartoffelpüree (aber nur den aus der Packung, bloß keinen selbstgemachten, eklig, widerlich kotzwürgbrech). Ich denke oft „oohhh….mal sehen, was da für Rezepte im Artikel stehen….da ist doch bestimmt doch was Neues dabei…..ach neee….hab ich schon probiert…..ja neee, das isst Nr.2 nicht….und das ist Nr.1 nicht…..uuuuhhhh ok ach da ist Laktose drin, das geht natürlich auch bei mir nicht…..na gut. Gibts halt Nudeln.“

Wenn es für beide das „Lieblingsessen“ geben soll, bekommt Nr.1 (!! Also der Sechsjährige!) Babybrei mit Obstmus, frischem Obst, Zimt und Nüssen und Nr.2 Buchstabensuppe. Da kann man sich an einer Hand abzählen, dass das meinen Gaumen beides nicht sonderlich erfreut.

Aber lasst mich am Anfang starten:

Ich glaube Essen ist nicht immer ein so „normales“ Thema. Im Fall meines Sohnes habe ich wohl einiges übersehen. Es kam mir nicht in den Sinn, dass es solche Auswirkungen haben könnte……

Nr.1 ist jetzt 6 Jahre alt. Vermutlich würde er heute noch stillen, wenn ich ihn ließe. Aber ich mag nicht. Und das schon verhältnismäßig lange nicht mehr. Als er 18 Monate alt war, wurde ich wieder schwanger und stillte ihn ab. Er war bis dahin kein allzu großer Esser. Brei ging nie. Würstchen immer. Nudeln auch. Er war aber auch immer schon sehr ungeduldig und wollte lieber die Welt entdecken als zu essen. Nahrungsaufnahme war notwendig und wenig mit Genuss verbunden.

Was mir damals nicht so bewusst war, weiß ich heute. Er hatte schon immer riesige Rachenmandeln. Damit fällt das Schlucken natürlich furchtbar schwer. Das Essen war einfach keine besonders schöne Situation für ihn. Und erst als er Sprechen konnte sagte er einmal zu mir „Is mag das nis, das klebt im Hals“ und ich guckte und auf seinen Mandeln lagen die Körnchen. Auch wenn ich das aufgrund meines Jobs vielleicht hätte wissen sollen….es war mir nicht klar.

Lange Rede: Also er wurde mit 3 Jahren an den Ohren operiert und die Polypen entfernt. Danach sagte er „Was ist das Mama?“ Ich wusste nicht gleich was er meinte….aber es war der Regen. Aufgrund des ständigen Paukenergusses hatte er noch nie Regen gehört. Und auch sein Geschmackssinn veränderte sich bereits sehr. Erst mit 5 Jahren wurden dann die Mandeln (teil-) entfernt. Nachträglich weiß ich auch, warum man so lange wartet. Es ist wirklich ein starker Eingriff. Der Arzt sagte vorher zu mir: „ Sie werden sehen, dass dann auch die Gedeihstörungen aufhören.“ „WIE BITTE?!?!? Mein Sohn hat doch keine Gedeihstörungen!“ Glücklicherweise war es ein sehr, sehr netter Arzt. Er lächelte, betrachtet mich und Nr.1 der mit knapp 5 Jahren und 112 cm Körpergröße 12,5 kg auf die Waage brachte (für alle Nicht-Eltern: Es ist nicht so, dass er schwächlich oder kränklich gewesen wäre, aber es hätten auch 7 kg mehr sein können.) und sagte „Ist er denn ein guter Esser?“ Damit war das Gespräch beendet. Nach der OP begann mein Sohn zu essen. Alles und immer! Selbst seine Laktoseintoleranz wurde besser. Der Körper war nicht mehr so beschäftigt mit dem Rest. Nr. 2 hat in einem Jahr 8 kg zugelegt und ist immer noch eher sehnig. Aber nicht mehr so dürr. Er futtert fast alles und probiert und isst als hätte er eine neue Leidenschaft für sich entdeckt. Und er kocht. Am Liebsten alleine.

Etwas anders war das mit Nr.2 und ist es bis heute noch. Sie wollte nicht so arg stillen und stillte sich mit 9 Monaten ab. Danach folgte der erste Döner. Sie aß Spargel, Kartoffeln, Gemüse. Alles. Es war eine herrliche Zeit. Und dann kam, was kommen musste: Die kindliche Entwicklung.

Ihr Repertoire ist jetzt recht eingeschränkt. Reis, Nudeln, Erbsen, Butterkarotten, Pfannkuchen, Pesto, Bolognese und Sprühsahne.

Mein Lieblingszitat von Nr.2 entstand in folgender Situation. Wir waren auf einem kleinen Fest. es gab Unmengen zu essen und ich fragte sie was sie essen möchte. Sie sagte sie würde gerne Sprühsahne essen. Ich erwiderte „Schatz, es gibt nicht nur Sahne, es wird erst noch etwas anderes gegessen.“ Sie überlegte kurz dann kam sie wieder und sagte „Dann nehme ich Sprühsahne mit Gummibärchen.“ 

Sie isst wirklich nichts Frisches. Kein Gemüse. Kein Obst – wobei sie seit Kurzem Mandarinen isst. Nicht alle natürlich, nur wenn sie aus undefinierbaren Gründen nicht „kotzig“ schmecken. Sie leckt auch an Orangen, Limetten und Zitronen. Aber das wars. Sonst nichts. Sie verspricht, dass sie mit 4 Jahren dann auch Äpfel essen wird. Ich freue mich drauf. Aber ich würde da jetzt mal vorsichtigerweise kein Geld drauf verwetten.

Im Kindergarten muss sie essen probieren und dazu blogge ich vielleicht noch einmal gesondert etwas. Macht mich nicht glücklich.

Meine Einstellung zum Essen ist entspannt, wie auch mit den Windeln. Es kommt alles zu seiner Zeit. Bisher lief es auch genau so. Abwarten und Ruhe bewahren. Keines meiner Kinder ist irgendwie unterentwickelt oder kränklich. Selbst die Sahnenase nicht.

ABER: Ich freue mich darauf, wenn ICH! wieder Essen koche, dass ich selbst gerne essen mag. Denn es macht echt keinen Spaß ein etwas aufwändigeres Essen zu kochen, wenn es keiner isst. Also genau genommen ist das Thema für mich hauptsächlich deswegen ein Thema: Ich esse so gerne. Und da ich alleine bin mit den Kindern, isst keiner mit mir! Das nervt mich.

Also liebe Kinder….bitte entwickelt euch ein bisschen weiter, damit wir zusammen kochen und essen können! Ihr dürft dann auch 10 min länger aufbleiben und ich lese noch eine Seite mehr vor.

Einfach mal die Klappe halten

Es klingt wie das Natürlichste auf der Welt und doch fällt es uns so unfassbar schwer.

EINFACH MAL NICHTS SAGEN

Ja es ist natürlich schwierig in einem Blog, der sich um Kommunikation kümmert einfach mal die Klappe zu halten. Aber wie sagt man so schön? Ohne Regen kein Sonnenschein, Ohne Hüh kein Hott ohne Hibbe kein Dribbe (Frankfurterisch für Hier und Dort) kurz: Ohne das Eine gibt es das Andere auch nicht.

Und in Bezug zur Kommunikation heißt das dann eben im Volksmund: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Heutzutage geht alles so schnell. Dieser Satz könnte von meiner Omi stammen. Sie hat ihn bestimmt auch einmal gesagt. Oder zweimal. Oder mehrfach. Was besonders schnell geht ist Kommunikation. Dabei geht ihr Stellenwert verloren. Menschen kommunizieren den ganzen Tag über soziale Medien, über SMS, Handy, Email….ständig. Und dabei werden bestimmte Dinge übersehen, die zu Lasten der  Kommunikation gehen. Das klingt total absurd und paradox. Ich fasse es noch einmal zusammen:

Wir kommunizieren den ganzen Tag, was zu Lasten der Kommunikation geht.

Mir passiert das auch. Ständig. Ein Grund mehr darüber zu bloggen. Noch schnell eine Nachricht schicken…Anrede? Ach keine Zeit. Wird sie schon verstehen….LG anstatt Liebe Grüße muss reichen…..oh meine Autokorrektur macht aus LG direkt ‚Liebe Grüße‘ wie nett von ihr.

Dabei ist das Gesagte so wichtig. Es verbindet und entzweit. Und dazu gehört nicht nur das WAS gesagt oder geschrieben wurde, sondern auch das WIE.

Dauerkommunikation als Stressfaktor

Wer schon einmal so richtig heiser war und nicht sprechen durfte, dem ist vielleicht aufgefallen, wie schwierig das ist. Komisch eigentlich. Haben wir wirklich den ganzen Tag immer so viel Interessantes zu sagen, dass wir einfach nicht still sein können? Ich denke die Antwort liegt klar auf der Hand: NEIN. Es liegt wirklich nicht daran, dass wir selbst so unfassbar interessant sind.

Über manche Dinge denken wir einfach nicht genug nach. In der Zeit bevor Kommunikation 24/7 möglich war, musste man sich gut überlegen, ob das Thema es wert war einen Brief zu verfassen. Mit Kuli und Papier. Oder einen Telefonanruf zu tätigen, bei dem man nicht gleichzeitig das Haus aufräumen konnte, weil das Telefonkabel einen ziemlich kargen Radius aufwies. Die Kommunikation und die als wichtig erachteten Themen wurden mehrfach überdacht.

Wir sind es nicht mehr gewöhnt uns mit unseren Gedanken auseinander zu setzen bevor wir sie jemandem mitteilen. Dadurch führen wir Gespräche häufig via Text, neuerdings auch als Sprachnachricht, mehrfach am Tag und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Der Fokus ist nicht mehr geschärft auf dieses eine spezielle Thema, denn eigentlich…..ist es vielleicht gar nicht so wichtig wie zunächst angenommen.

Ein Gespräch ist Eintreten in das Leben des anderen – auch für Kinder

Wenn man sich in ein Gespräch begibt, dann betritt man das Leben des anderen, bzw. lässt den anderen hinein. Und das gilt auch für Kinder. Auch Kinder haben das Recht, dass ihre Ruhe geachtet wird. Dazu gehört, dass man sie nicht ständig bespricht. Natürlich spreche ich hier von verbal normal entwickelten Kindern, aber wenn ein Kind einfach mal herumsitzt und Kassette (jaja, meine Kinder hören Kassetten) hört, oder bastelt, oder wie auch immer in seinen eigenen Gedanken und mit sich selbst beschäftigt ist, dann sollten wir EINFACH MAL DIE KLAPPE HALTEN. Ich habe mich selbst ertappt. „Alle klar bei dir?“, „Hast du Hunger?“, „Brauchst du etwas, mein Schatz?“ Ich kann nicht behaupten, dass diese Gesprächsansätze übermäßig interessant gewesen wären. Weder für mich noch für meine Kinder. Ich habe das gesagt, weil ich Kontakt suchte. Aber warum? Weil SIE mich brauchten? Nein nein nein. Weil ICH gedacht habe ich müsste/sollte/könnte etwas tun.

Die Botschaft der Stille

In der Stille liegt eine Botschaft und wenn wir uns einmal Mühe geben einfach einmal nichts zu sagen dann wird diese Botschaft laut. In dem Moment bekommt das gesprochene Wort wieder Gewicht. Kommunikation bekommt einen Stellenwert, weil Überkommunikation wegfällt.

Nicht jeder Gedanke ist es Wert ausgesprochen zu werden. Zum eigenen Wohle und auch aus Respekt dem Gesprächspartner gegenüber. Unser Gegenüber, ob Kind oder Erwachsener, ist ja nicht unser Mülleimer. Manche Gedanken von anderen und bitte entschuldigt diesen Vergleich, aber ich finde ihn passend, also manche ausgesprochenen Gedanken sind wie Pupse:

  • Man will sie nicht.
  • Sie sind schnell raus und können nicht zurückgenommen werden.
  • Manche sind auch wirklich unverschämt!
  • Man wurde auch nicht gefragt, sonst hätte man nein gesagt.
  • Es sind nicht einmal die eigenen.
  • Und wenn sie erst einmal da sind, dann bekommt man sie so leicht auch nicht mehr weg.
  • Sie stören und sie gehen uns viel zu nah. Viel zu nah.

Manch einen Pups behält man also besser für sich und das gilt auch für Gedankenpupse. Man darf sich ruhig öfter mal fragen, ob die Wichtigkeit eines Gedankens auch nach 20 sek. nachdenken noch Bestand hat, oder ob es sich nur um etwas Flüchtiges handelt. Überkommunikation ist nicht immer notwendig. Geschweige denn schön.

Und jetzt fragt man sich, wie ich wohl auf dieses Thema gekommen bin? Ja ratet mal! Meine Kinder reden. Reden und reden und reden. Den ganzen Tag. Sie können noch nicht schreiben, deswegen reden sie. Gerne gleichzeitig, miteinander, mit mir, mit ihren Tieren, mit den Nachbarn, mit Fremden, mit jedem und allem. Meine Tochter führt sogar Gespräche mit der Sonne und ausgewählten Regentropfen. (Was ich dank mütterlichen Hormonen unfassbar niedlich finde.) Und wisst ihr was ich ihnen jetzt mal beibringe? Schweigen! Genau!  Natürlich werde ich ihnen nicht das Reden verbieten oder sagen „Hey Leute, klappe halten, ist doch auch schön, wenn wir mal nichts sagen.“ Nein, ich werde ihnen erst einmal ganz einfach versuchen beizubringen was Stille mit uns macht. Und wie schön das sein kann.

Und dann werde ich es hier berichten. Ich werde es euch mitteilen….denn nach so viel Schweigen muss es einfach raus!

Wie seht ihr das?

 

Was tun, wenn Kinder aggressiv sind

Warum ich von stillen Treppen / Stühlen und Ecken nichts halte

Wenn die kleinen Fäustchen fliegen, aus den Mündchen gruselige Schimpfworte schießen und die Augen mit Wuttränen gefüllt sind, finden kleine Kinder oft nur diesen einen Weg aus ihrer Misere, der uns ordentlich missfällt. Aggressivität.

Es gibt wenige Themen, die uns Eltern so an die Nerven gehen, wie die Aggressionen unserer Kinder. Als wäre unser innigstes Bestreben lauter kleine Sonnenscheinchen großzuziehen. Ich muss zugeben, dass mir das ein sehr lieber Gedanke ist, leider weit entfernt von der Realität. Auch ich finde harte Auseinandersetzungen nicht schön. Und das ist untertrieben. Diese harten Diskussionen, Streits und Wutausbrüche……:

Es nervt mich. Es macht mich sauer. Es macht mich traurig. Ich fühle mich hilflos…

…und manchmal bin ich so wütend, dass ich am Liebsten genauso reagieren würde wie mein 6 oder 3 jähriges Gegenüber. Ich will auch manchmal kratzen, beißen, spucken, schubsen und laute und wüste Beschimpfungen von mir geben. Tja…..erwachsen zu sein ist eine Bürde.

Als mein Sohn zwei war musste ich ihn von den Tageseltern abholen. Diese Verbindung hatte ohnehin nie gut funktioniert. Und als ich ihn, hochschwanger wie ich war, abholte, erklärte mir der Tagesvater, mein Sohn habe das jüngste Mädchen umgeschubst und habe versucht mit dem BobbyCar drüber zu fahren. Ok, das war natürlich nicht so lustig. (Ich gestehe….ich musste lachen….aber klar: Nicht lustig!) Und gefährlich! Und da ich ja selbst gerade drauf und dran war ein Mini-Geschwisterchen zu produzieren, war ich auf seine Erklärung gespannt. Als ich fragte: „Sag mal, das tut doch weh. Was hast du denn gedacht, was du da machst?“ da sagte er  „Ich wollte Brummschanze spielen.“ (Das war das Wort für Sprungschanze.) Also der Hintergedanke war nicht böse, aber die Umsetzung so weitblickend, wie es für dieses Alter nun einmal normal ist. Der Weitblick reicht höchstens bis zur eignen Nasenspitze. Höchstens!

Woher kommen die Aggressionen?

Es gibt natürlich viele unterschiedliche Gründe für Aggressivität. Auch Kinder haben ihre Gründe. Gerade Kinder haben ihre Gründe, denn ihnen fehlt häufig der Überblick über die Gesamtsituation.

Aggressives Verhalten ist eine Form der Kommunikation

Gerade so um das zweite Lebensjahr fangen die Kinder zum ersten Mal an zu schlagen, zu kratzen, zu beißen und zu schubsen. Aus manchen der süßen kleinen Menschlein werden plötzlich Monsterchen. Das ist ungefähr auch die Zeit, in der die Kinder merken, was man alles ausrichten kann, indem man Botschaften sendet. Verbal oder motorisch – das ist erstmal genau die Frage. Die sprachliche Qualifikation wächst überproportional und sie verstehen oft vielmehr als sie sprechen können. Das ist eine frustrierende Situation. Die Kinder haben eine relativ genaue Vorstellung von dem, was sie mitteilen möchten, jedoch können sie es nur schwer ausdrücken. Mit diesem Frust gehen Kinder sehr unterschiedlich um. Manche werden still, manche arbeiten emsig an der Wortbildung und geben nicht auf, bevor sie ausgedrückt haben, was sie sagen möchten. Wieder anderen dauert das einfach zu lange. Sie werden dann „motorisch“ kommunikativ, was wir als aggressiv ansehen. Stimmt ja auch irgendwie.

Konsequenzen sind ein Muss

Aggressives Verhalten  muss natürlich Konsequenzen haben. Und da sind wir beim Thema. Aggressiven Kindern muss man selbstverständlich auch Regeln zeigen. Man muss verbalisieren, also Worte finden, und zeigen, dass das kein annehmbares Verhalten ist. Dass so etwas nicht geht und keinesfalls zu tolerieren ist. Dies sollten wir immer mit liebevollen Elternaugen tun. Wir als Eltern haben die Aufgabe auch durch unser konsequentes Verhalten den Kindern zu zeigen, wo die Grenzen liegen. Immer wieder, damit die Kinder lernen können, dass solche Grenzen nicht überschritten werden dürfen – unnachgiebig aber liebevoll.  „Wer haut und spuckt geht heim“, dann muss man auch heim gehen, wenn man es gesagt hat, man muss aber dann nicht wie wild an seinem Kind herum zerren, auch wenn man selbst frustriert ist. Das ist konsequentes Verhalten

Die Kinder sollten aus den Situationen heraus genommen werden, um die anderen Kinder zu schützen und auch um ihnen selbst zu zeigen, dass hier eine Grenze überschritten wurde. Dabei ist es natürlich sehr wichtig, liebevoll zu bleiben. Denn kaum etwas ist schädlicher als aggressiv auf aggressives Verhalten zu reagieren. Damit meine ich aber nicht, dass man die Kinder zuquatscht. Man muss schon klar und deutlich klar machen: Das hier geht nicht.

Warum die „stille Treppe“ keine Lösung ist

…zumindest nicht in meinen Augen.

Die Motorik und der innere Antrieb sind sehr eng miteinander verbunden. Wenn man nun Kinder aus einer sehr emotionalen, ärgerlichen Situation heraus nimmt und sie auf die stille Treppe, den Stuhl, die Ecke oder sonstwohin schickt, dann wird der Augenmerk auf etwas anderes gelenkt. Es ist nicht die Konfliktlösung die im Vordergrund steht, sondern der Wunsch nach Ruhe. Also, dass das Kind still ist.

Außerdem veranschaulicht es dem Kind auf eine sehr einfache und wenig eloquente Art, dass die Erwachsenen die superiore Position einnehmen. Das sollte uns Erwachsenen klar sein und es ist nicht an uns, dies so plump darstellen zu müssen. Natürlich sind wir überlegen. Aber genau deswegen müssen wir es nicht zeigen oder beweisen. Das ist die Natur der Dinge.

Die Kinder können und werden nicht reflektieren wenn sie so sehr damit beschäftig sind den Vorgaben „still“ und „sitzen“ zu entsprechen. Eine Reflexion über das Gesagte kann nicht stattfinden. Alles was in den Kindern vorgeht – wenn überhaupt ist „Ok, wenn ich still bin kann ich aufstehen, wenn ich still bin, still, wenn ich still bin…“

Eine alternative Lösung ist sehr simpel. Die Kinder in ihr eigenes Zimmer zu schicken bzw. sie dorthin zu bringen, ist in meinen Augen deutlich sinnvoller. Denn dort haben sie ihre eigenen Dinge. Sollten sie sie vor Wut kaputt machen, werden sie Konsequenz spüren, die da heißen könnten „Wenn du aus Wut etwas kaputt machst, dann gibt es das nicht noch einmal.“ Sie können sich austoben, sie können wieder zu sich finden und dabei sind sie in ihrer eigenen Umgebung. Die Botschaft ist die gleiche: „Wenn du beruhigter bist, darfst du heraus kommen.“ oder – wenn es ganz schlimm war – „Du bleibst hier bis ich dich hole.“ (Damit meine ich natürlich nicht, dass die Kinder dort ewig bleiben. Man muss natürlich gucken gehen dass es ihnen gut geht und nach 10 min ist die Zeitspanne häufig schon längst erreicht.)

Für Kinder, die in ihrem eigenen Zimmer bereits mit Videogames, Handy und TV ausgestattet sind, herrscht hier natürlich ein Verbot für diese Zeit.

Das ist eine Idee – keine strikte Leitlinie. Dennoch: Die stille Treppe führt in meinen Augen überhaupt nicht in die richtige Richtung.

Strategien sind die LösungSanduhren

Was kann man tun?! Wenn man möchte, dass die Kinder aus dieser Entwicklungsphase gestärkt hervor gehen, kann man sie natürlich unterstützen.  Dafür benötigen wir einen weiteren Schritt.

Eine maßgebliche Veränderung lässt sich herbei führen, in dem man den Kindern eine Strategie mit an die Hand gibt, eine alternative Verhaltensweise. Man kann versuchen, die motorische Kommunikation in verbale Kommunikation umzulenken. Zum Beispiel könnte man dem Kind erklären, was es stattdessen machen soll, ein paar simple Beispiele:

  • Das Schubsen auf der Rutsche könnte man strategisch um wandeln in dem man sagt „Es wird nicht geschubst! Du willst vorbei, dann sag ‚Entschuldigung, kann ich vorbei?‘ „
  • Wenn einem Kind vor Wut die Fäustchen zittern könnte man beispielsweise sagen „Hör mal, wenn dir wieder die Fäustchen zittern, dann komm zu mir und wir können zusammen so laut schreien wie es geht. – Schlagen ist aber verboten! Dann geht es sofort heim!“
  • Nicht enden wollenden Schimpfworttiraden von Kindern kann man entgegenwirken, indem man die Kinder mit einer Eieruhr aufs Zimmer schickt. Ich habe dafür Eieruhren von 30 sek. bis 10min. Die Kinder können somit selbst sehen, wann sie wieder heraus kommen dürfen. Funktioniert bei uns relativ gut, es gehört zum Komplex der Selbstbestimmtheit.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten den Kindern Strategien an die Hand zu geben. Wenn dir keine passende Strategie einfällt, dann kontaktiere mich, oder kommentiere einfach. Bestimmt finden wir gemeinsam eine Lösung.

Klare Ansagen und alternative Strategien bringen den Erfolg

Zusammengefasst kann man sagen, dass sich eine Kombination aus Reglementierungen und alternativen Handlungsideen eine gute Option ist und zwar für alle Beteiligten. Durch unser Vorhaben eine alternative Strategie zum Hauen, Schlagen und Beißen zu entwickeln, müssen wir uns intensiv mit der Thematik beschäftigen. Das führt dazu, dass das wütende Kind bereits merkt „Oha, da interessiert sich ja jemand für mich…..und schimpft nicht nur blöd rum!“

Es ist also für alle von Vorteil.

Wie sehr ihr das Thema? Bitte lasst es mich wissen!

Kinderbuchliebling im Januar

Was für ein schönes Vorhaben von Biene von Klitzekleinedinge. Wir posten alle unsere Kinderbuchfavoriten im Januar!

Na da mache ich doch mehr als gerne mit. Mein liebstes Lieblingsbuch ist das Buch

Kamfu mir helfen?Kamfu mir helfen vorne

von Dirk und Barbara Schmidt. Das sind übrigens Mutter und Sohn. Sie schreibt und er ilustriert und heraus kommt ein wundervolles und liebevolles Werk

Ein Elefant stolpert („fpolpert“) und verbiegt sich dabei seinen Rüssel, weil er ihn einfach nicht mehr gerade bekommt wendet er sich an die unterschiedlichsten Tiere mit der Frage „Kamfu vielleicht helfen mir?“

Die Tiere geben Tipps und bemühen sich, bis es schlussendlich eine kleine Fliege hinbekommt…..aber wie…..

Das Buch ist wunderbar einfach geschrieben mit einer tollen Verkettung sprachlicher Verwirrungen. Sowohl die Kinder als auch ich haben Freude daran, die lustig geschriebenen Worte so auszusprechen wie sie geschrieben stehen und damit den Elefanten nach zu ahmen. Für meinen Sohn ist es sogar schwierig die „falsche“ Lautung nachzuahmen. Was für ihn schwierig ist, ist für mich interessant.Kamfu mir helfen hinten

Dadurch, dass dieser Satz im Alltag mit Kindern auch sehr sehr häufig fällt…..(Ich bin hier ja vermutlich nicht die einzige die ständig gerufen wird, oder?!) lässt sich der Satz  in den Alltag einbauen und wiederholen, was das Leseerlebnis vertieft.

Ich kann das Buch wirklich nur jedem ans Herz legen! Es ist sicherlich nicht mein letztes Buch der beiden Autoren.

Liebster Award!

Uuuhhh yeah!

Ich wurde für den „Liebster Award“ nominiert! Die liebe Miss Moneypenny hat mich nominiert und ich freue mich ja so! Für mich als Blogger-Neuling ist das ziemlich aufregend. Herzlichen Dank noch einmal dafür.

Liebster Award

Dieser Award dient dazu die Blogszene etwas besser kennen zu lernen. Für die Blogger untereinander und für die interessierten Leser natürlich auch. Jeder beantwortet ein paar gestellte Fragen und nominiert dann jemand anderen, dem er/sie auch ein paar Fragen stellt.

So funktioniert es:

  1. Schritt: Bedanken bei dem Blogger, der dich nominiert hat.
  2. Schritt: Verlinke diesen. 
  3. Schritt: Füge ein Liebster-Blog-Award-Bild/Button in deinen Post ein.
  4. Schritt: Beantworte die dir gestellten Fragen.
  5. Schritt: Überlege dir 11 neue Fragen – was du schon immer von deinen Bloggern wissen wolltest.
  6. Schritt: Jetzt bist du dran zu nominieren – ernenne 5-11 Blogs.
  7. Schritt: Warte nicht darauf, dass die Blogger Ihre Nominierung bemerken. Informiere Sie mit Hilfe eines Kommentars auf Ihrem Blog und verlinke auf deinen eigenen Liebster Award Post.

Ich beginne also mit den an mich gestellten Fragen.

Die Fragen an mich sind:

1.) Seit wann bloggst du?

Ich bin ja noch ganz neu! Ich habe erst Anfang November 2015  begonnen diesen Blog zu gestalten. Davor habe ich zwar bereits hieran gearbeitet, aber das ist kein Blog im klassischen Sinne.

2.) Warum bloggst du?

Ich glaube ich tue ‚es‘, weil es mir Spaß macht und ich viel darüber weiß. Schon in der Uni habe ich mich für Stimmen und kindlichen Spracherwerb interessiert. Ich beschäftige mich schon immer mit Sprache und Sprechen und seit ich Kinder habe umso mehr. Und diese kleinen Dinge im Leben sind in vielfacher Hinsicht interessant. Meine Erfahrungen und lustigen Erlebnisse teile ich gern.

3.) Wie nimmst du dir die Zeit fürs Bloggen?

Zeit? Was?

4.) Welche Themen sind dir besonders wichtig?

Sprechen, Sprache, Kommunikation mit Kindern – das alles ist für mich besonders wichtig. Aber auch, dass man sich selbst und die Welt einfach nicht zu ernst nimmt.

5.) Hast du Tipps für Neu-Blogger?

Also für meinesgleichen….. 😉

Äääähhhh nein. Bisher leider nicht. Oder vielleicht doch: Nur mit Spaß am Schreiben schreiben. Wenn man keine Lust hat, dann hört und liest man das auch in den Texten.

6.) Wo siehst du deine Blog in 2 Jahren?

Online. Hoffentlich immer noch. Und dann mit voll viel Verkehr und so und hauptberuflich und so …. Ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich plane nicht so viel im Voraus. Aber erfolgreich klingt gut und viel Verkehr auch….!

7.) In 5 Worten: Wie sieht dein perfekter Tag aus?

Schlaf, Essen, Schlaf, Schlaf, Essen.

8.) Kaffee oder Tee?

Katee

9.) Welcher Film ist für dich der beste aller Zeiten und warum?

Oh ich mag ja sehr gerne „der Pate“, wobei ich den II am Besten finde.

10.) Welche Literatur bevorzugst du?

Gut geschriebene. Sie müssen wirklich gut geschrieben sein. Zum Beispiel Mario Vargas Llosa, „Das böse Mädchen“ oder auch  Jonathan Safran Foer, „Alles ist erleuchtet“ – trifft beides ganz genau meinen Geschmack.

11.) Deine Drei Wünsche von der guten Fee?

Walnusseis zum Abendessen, Ben&Jerrys Half baked zum Abendessen und warme Kirschgrütze mit Vanilleeis – moment, ich tausche die rote Grütze gegen eine Pizza Salami, geliefert, nicht geholt.

 

Meine Fragen/Aufgaben an die Nominierten:

  1. Wie kamst du auf deinen Blognamen?
  2. Früher dachtest du über Blogger …..
  3. Heute denkst du über Blogger….
  4. Wenn du so richtig Hunger hast isst du oft…..
  5. Du kannst nicht ohne…..
  6. Dein Lieblingslied im Auto/Bahn/wenn du alleine bist, momentan ist:
  7. Wenn du ein Tier wärest, wärest du gerne ein…..
  8. Gibt es etwas, das du gerne tun würdest, dich aber nicht traust?
  9. Ein Geräusch, das du furchtbar gerne hörst.
  10. Deine Lieblingsstimme.
  11. Dein erster Gedanke, nachdem du diese Fragen gelesen hast…

 

Meine Nominierten sind:

Johanna Rundel (Ihr Blog war der erste deutschsprachige Blog dem ich gefolgt bin. Er ist einer der besten Deutschlands finde ich.

Verliebtinschweden (Christiane Stelle Bongertz mag ich sehr. In allem was sie tut trifft sie genau den Ton, den ich am Liebsten höre bzw. lese.)

A lot about little things (Wunderschöne Dinge….einfach ganz mein Geschmack.)

 

 

Ich hoffe, dass ihr mitmacht und bin schon sehr gespannt auf eure Antworten.

 

 

10 nutzlose Talente

Ein ganz wichtiger Beitrag zu eurem und meinem Leben sind folgende 10 Eigenschaften, die man viel zu selten verwenden muss, die die wenigsten Menschen vermissen, ich aber dennoch besitze.

Inspiriert durch Miss Moneypennys Beitrag, hier also meine wichtige Liste. Und wenn ich bitten darf, dann bitte kommentiert diesen Beitrag mit eurem Können, euren Fähigkeiten, die viel zu lange im Dunklen vor sich hingeschlummert haben!Talente

  • Ich kann meinen Ellbogen lecken! (Dafür habe ich einmal ein NEON Abo geschenkt bekommen, weil
    die im „Unnützen Wissen“ sagten, dass man das nicht können könnte.)
  • Ich kann mein Handgelenk einmal 360 Grad im Kreis drehen. (Das war mal eine „Wetten dass….“-Wette – nicht von mir allerdings.)
  • Ich kann mir unfassbar viele Liedtexte merken, leider kann ich nicht wählen welche. Deswegen kann ich sowohl bei Jeanette Biedermann, als auch bei Michael Jackson mitsingen. (Die Einkaufsliste oder Geburtstage kann ich mir leider nicht merken.)
  • Ich kann mir auch wütend merken, was du 10 min vorher gesagt hast!
  • Ich kann Zungenbrecher aufsagen. Hier!
  • Ich bin ganz gut mit Koordination, guck:
  • Ich kann super gut einparken! Ich wohne in der frankfurter Innenstadt und nenne es einpuzzeln. Auch ganz ohne BEEEP und BUBUBUBUB. Mein Auto ist nämlich alt genug noch ein Kassettendeck zu besitzen und hat daher keine Einparkhilfe.
  • Ich habe beim Armdrücken bisher gegen keine meiner Freundinnen verloren – vielleicht gegen Sandra Braun. Aber das weiß ich leider nicht mehr.
  • Ich kann innerhalb kurzer Zeit sehr viel Wasser / Tee trinken. Nur nichts Süßes.
  • Ich kann immer und überall schlafen. (Das konnte ich schon immer. Diese Fähigkeit durfte ich allerdings schon lange nicht mehr anwenden.)

Soooooo…..ich bin echt gespannt was ihr alles tolles oder nicht so tolles drauf habt! Gerne hier, oder bei Facebook, Twitter oder Instagram. Einfach den jeweiligen Button drücken und antworten.

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