Sprechenlernen

Freund oder Feind? – Das Telefon und ich – Teil I

Meine lieben Leser, ihr lest richtig, dieses ist nur der erste Teil meiner ersten REIHE von Blogbeiträgen um das Thema „Das Telefon in der Familie“. Das Thema ist so ein breit gefächertes, dass es noch mindestens einen, vermutlich aber eher zwei weitere Teile geben wird, in denen zum Beispiel die Auswirkungen auf das Sprechverhalten, die sprachliche Entwicklung und das familiäre Miteinander der Schwerpunkt sein wird. Und ihr dürft gespannt sein: Ich werde sicherlich nicht auf die Mamas schimpfen, die auf dem Spielplatz mal eben gucken was die Freunde so auf Instagram posten…..denn wer ohne Sünde ist und so….ne? Also dann lasst mich mal beginnen:

Teil I – Das Telefon und ich – Ein Drama in einem einzigen Akt.

Als ich 22 Jahre alt war (also vor ein paar ganz wenigen Jahren) bin ich ohne Handy und ohne elektronische Gerätschaften ein halbes Jahr nach Südamerika gereist. Es gab damals schon Handys. Nicht so weit verbreitet allerdings und es gab auch Digitalkameras. Ein paar meiner Reisebekanntschaften hatten welche dabei und mussten immer tierisch drauf aufpassen, dass niemand sie klaute. Sie waren heiß begehrt. Mein teuerstes Gerät war wohl ein Minidisc Player, den ich nach ein paar Wochen völlig entnervt nach hause schickte (zusammen mit meinen vollgeknipsten Filmen übrigens), denn er und die ganzen Minidiscs wogen einfach viel zu viel. Ein Handy mitzunehmen wäre Wahnsinn gewesen. Es gab ohnehin nirgends Empfang und vermutlich hätten die Roaminggebühren damals meine Reise um 2 Monate verkürzt. Das Internet verbreitete sich aber so langsam auch in den kleinsten bolivianischen Dörfchen. Das war für mich überraschend und ist es immer noch, aber so war es. Man konnte also immerhin Emails nach hause schicken und in Kontakt treten. Und ab und an konnte man – wenn man Glück hatte, die Mama im ICQ-Chat oder MSN-Messenger treffen und chatten.

Wenn ich jetzt das Haus ohne Handy verlasse, das mache ich gelegentlich absichtlich (aber nur, wenn die Kinder sicher beim Papa oder bei der Oma sind – ich bin ja nicht total verrückt!?!?!?!) dann beschleicht mich immer ein mulmiges Gefühl. Immer.

Ich schlechte Mutter bin nicht erreichbar!

Das ist der Grund warum ich es mache. Ich mag es nicht, dass ich das Gefühl habe, etwas ganz furchtbar Dringendes verpassen zu können, wenn ich nicht erreichbar bin. Es gab ja auch schon den ein oder anderen Notfall, mein Sohn hätte fast mal sein kleines Fingerchen verloren, meine Tochter hat einen Schneidezahn weniger, Gehirnerschütterungen, Vergiftungen, ihr kennt das. Sowas passiert ja auch mal, wenn man dabei ist, aber noch kreislaufanregender ist es, wenn man eben nicht dabei ist.

Sobald man den Namen der Schule, des Kindergartens, des Horts, oder einfach derjenigen Person, die die Kinder gerade betreut auf dem Display erkennt, hält uns nichts mehr auf! RANGEHEN, SOFORT!

Mich interessiert echt, wie ein MRT von unserer Gehirnaktivität aussieht in solch einer Situation. Absolute Alarmbereitschaft. Hyperaktivität. Armageddon!

Aber die Kinder waren natürlich nicht allein, sie sind viel zu klein noch. Sie sind nie alleine. Es waren und sind immer Betreuer da, die sich gekümmert haben und kümmern und es ist natürlich ihre Pflicht mich zu informieren und natürlich will ich auch da sein, aber man fragt sich schon……

Wie zur Hölle lief das, als ich noch ein Kind war?!

Meine Mutter hat ganz sicher nicht zuhause vor dem Festnetz gesessen und gewartet bis oder ob jemand anruft, weil sich die Kinder verletzt haben könnten oder noch schlimmer: Ihre Badehose vergessen haben könnten. Nein, als ich ein Kind war, waren Dinge eben so. Da rief niemand: „WO WARST DU DENN ICH HABE DICH 3x ANGERUFEN UND KEINER GING RAN?!“ Da konnte man es manchmal einfach nicht ändern. Ich bin kein Fan von „früher war alles besser“. Das finde ich auch gar nicht. Aber früher war vieles anders und das ist der Gang der Dinge. Manche Dinge sind einfach anders. Und jetzt ist jetzt.

Ich bin IMMER der Ansprechpartner, wenn es um die Kinder geht. 24 Stunden am Tag. Das kann einen schon mal an die eigenen Grenzen bringen und gerade deswegen entscheide ich mich sehr selten, aber bewusst dafür, mein Telefon nicht mitzunehmen. Ebenso entscheide ich mich auch oft dafür, mein Telefon nicht zu verwenden. Dann nämlich, wenn ich keine Zeit habe zu telefonieren. Dass es solche Momente täglich gibt, werdet ihr alle wissen. Alle Eltern wissen es wie es ist, wenn man vollbepackt mit Tüten und Gemälden und Steinchen und gesammelten Tannenzapfen um 16 Uhr vom Kindergarten kommt und an einer vollbefahrenen Straße zum Auto läuft oder auf dem Heimweg ist und das Telefon klingelt.

Nein, ich bin nicht erreichbar dann. Theoretisch schon, aber nicht praktisch.

Selbst wenn ich ran ginge, hätte der Gesprächspartner keine Freude an unserem Gespräch, „Achtung, Schatz, nicht so nah an den Straßenrand…nein ich kann das nicht auch noch halten…..stopp! GUCKEN! Sag mal, du wirst jetzt bald 5, du musst doch gucken!….da! Da vorne…nein nicht das Auto, das nächste…ja genau“ ….das will doch auch niemand hören! Ich will es ja nicht mal sagen…..

Auch um 17.30 Uhr ist es übrigens eine ziemlich verrückte Idee mich erreichen zu wollen, da fängt doch die Bettzeit an! Sowas weiß man doch….tststs…. Ebenso um 18.30 Uhr da lesen wir – manchmal streiten wir da auch noch aber da könnte ich dann auch nicht!  Und ab 19.30/19.45 Uhr habe ich oft ein Zeitfenster von so ca. 15 min. Da räume ich die Spuren des Tages weg, mache Schulbrote und Wäsche. Dann muss ich aber auch Schluss machen, denn sonst bin ich zu müde für mein Highlight des Tages.

Dann kommen MEINE 30min des Tages. Ich will dann Sport machen, zuhause und in Ruhe und ich will nicht ‚gemamat‘ werden in dieser Zeit. Egal von wem. Danach mache ich mir ein Abendbrot und dusche (ja ohne Kinderhändchen unter dem Duschvorhang, wenn alles nach Plan läuft). Dann gucke ich oft noch ein Serie und ….naja

…ich gebe zu, dass ich, seit es Netflix gibt die Notwendigkeit eines Telefonats immer weniger sehe. 

Aber auch in der Nacht bin ich wieder im Dienst und streichle Bäuchlein und tröste Träumchen und halte Füßchen und hole Wasser und suche verloren gegangene Kuscheltiere aus den hintersten Ecken. Jetzt wäre übrigens ein super Zeitpunkt mich anzurufen, wenn es mal dringend ist. Denn zwischen 3 und 5 Uhr morgens kann ich oft ohnehin nicht mehr einschlafen – und ich weiß, dass ich auch damit nicht alleine bin. Wie wär’s denn dann?!

Wie macht ihr das mit euren Telefonen?!

Vergesst nicht mir zu folgen und meine Beiträge zu abonnieren, dann verpasst ihr auch nichts.

 

 

  • nächster Teil I: Telefone, wir und unsere Babys und Kinder bis 3 Jahre (voraussichtlich 18.04.2017)
  • Teil II: Telefone, Geschwisterkinder und Kinder bis 7 Jahre (voraussichtlich 25.04.2017)

 

Einfach mal die Klappe halten

Es klingt wie das Natürlichste auf der Welt und doch fällt es uns so unfassbar schwer.

EINFACH MAL NICHTS SAGEN

Ja es ist natürlich schwierig in einem Blog, der sich um Kommunikation kümmert einfach mal die Klappe zu halten. Aber wie sagt man so schön? Ohne Regen kein Sonnenschein, Ohne Hüh kein Hott ohne Hibbe kein Dribbe (Frankfurterisch für Hier und Dort) kurz: Ohne das Eine gibt es das Andere auch nicht.

Und in Bezug zur Kommunikation heißt das dann eben im Volksmund: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Heutzutage geht alles so schnell. Dieser Satz könnte von meiner Omi stammen. Sie hat ihn bestimmt auch einmal gesagt. Oder zweimal. Oder mehrfach. Was besonders schnell geht ist Kommunikation. Dabei geht ihr Stellenwert verloren. Menschen kommunizieren den ganzen Tag über soziale Medien, über SMS, Handy, Email….ständig. Und dabei werden bestimmte Dinge übersehen, die zu Lasten der  Kommunikation gehen. Das klingt total absurd und paradox. Ich fasse es noch einmal zusammen:

Wir kommunizieren den ganzen Tag, was zu Lasten der Kommunikation geht.

Mir passiert das auch. Ständig. Ein Grund mehr darüber zu bloggen. Noch schnell eine Nachricht schicken…Anrede? Ach keine Zeit. Wird sie schon verstehen….LG anstatt Liebe Grüße muss reichen…..oh meine Autokorrektur macht aus LG direkt ‚Liebe Grüße‘ wie nett von ihr.

Dabei ist das Gesagte so wichtig. Es verbindet und entzweit. Und dazu gehört nicht nur das WAS gesagt oder geschrieben wurde, sondern auch das WIE.

Dauerkommunikation als Stressfaktor

Wer schon einmal so richtig heiser war und nicht sprechen durfte, dem ist vielleicht aufgefallen, wie schwierig das ist. Komisch eigentlich. Haben wir wirklich den ganzen Tag immer so viel Interessantes zu sagen, dass wir einfach nicht still sein können? Ich denke die Antwort liegt klar auf der Hand: NEIN. Es liegt wirklich nicht daran, dass wir selbst so unfassbar interessant sind.

Über manche Dinge denken wir einfach nicht genug nach. In der Zeit bevor Kommunikation 24/7 möglich war, musste man sich gut überlegen, ob das Thema es wert war einen Brief zu verfassen. Mit Kuli und Papier. Oder einen Telefonanruf zu tätigen, bei dem man nicht gleichzeitig das Haus aufräumen konnte, weil das Telefonkabel einen ziemlich kargen Radius aufwies. Die Kommunikation und die als wichtig erachteten Themen wurden mehrfach überdacht.

Wir sind es nicht mehr gewöhnt uns mit unseren Gedanken auseinander zu setzen bevor wir sie jemandem mitteilen. Dadurch führen wir Gespräche häufig via Text, neuerdings auch als Sprachnachricht, mehrfach am Tag und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Der Fokus ist nicht mehr geschärft auf dieses eine spezielle Thema, denn eigentlich…..ist es vielleicht gar nicht so wichtig wie zunächst angenommen.

Ein Gespräch ist Eintreten in das Leben des anderen – auch für Kinder

Wenn man sich in ein Gespräch begibt, dann betritt man das Leben des anderen, bzw. lässt den anderen hinein. Und das gilt auch für Kinder. Auch Kinder haben das Recht, dass ihre Ruhe geachtet wird. Dazu gehört, dass man sie nicht ständig bespricht. Natürlich spreche ich hier von verbal normal entwickelten Kindern, aber wenn ein Kind einfach mal herumsitzt und Kassette (jaja, meine Kinder hören Kassetten) hört, oder bastelt, oder wie auch immer in seinen eigenen Gedanken und mit sich selbst beschäftigt ist, dann sollten wir EINFACH MAL DIE KLAPPE HALTEN. Ich habe mich selbst ertappt. „Alle klar bei dir?“, „Hast du Hunger?“, „Brauchst du etwas, mein Schatz?“ Ich kann nicht behaupten, dass diese Gesprächsansätze übermäßig interessant gewesen wären. Weder für mich noch für meine Kinder. Ich habe das gesagt, weil ich Kontakt suchte. Aber warum? Weil SIE mich brauchten? Nein nein nein. Weil ICH gedacht habe ich müsste/sollte/könnte etwas tun.

Die Botschaft der Stille

In der Stille liegt eine Botschaft und wenn wir uns einmal Mühe geben einfach einmal nichts zu sagen dann wird diese Botschaft laut. In dem Moment bekommt das gesprochene Wort wieder Gewicht. Kommunikation bekommt einen Stellenwert, weil Überkommunikation wegfällt.

Nicht jeder Gedanke ist es Wert ausgesprochen zu werden. Zum eigenen Wohle und auch aus Respekt dem Gesprächspartner gegenüber. Unser Gegenüber, ob Kind oder Erwachsener, ist ja nicht unser Mülleimer. Manche Gedanken von anderen und bitte entschuldigt diesen Vergleich, aber ich finde ihn passend, also manche ausgesprochenen Gedanken sind wie Pupse:

  • Man will sie nicht.
  • Sie sind schnell raus und können nicht zurückgenommen werden.
  • Manche sind auch wirklich unverschämt!
  • Man wurde auch nicht gefragt, sonst hätte man nein gesagt.
  • Es sind nicht einmal die eigenen.
  • Und wenn sie erst einmal da sind, dann bekommt man sie so leicht auch nicht mehr weg.
  • Sie stören und sie gehen uns viel zu nah. Viel zu nah.

Manch einen Pups behält man also besser für sich und das gilt auch für Gedankenpupse. Man darf sich ruhig öfter mal fragen, ob die Wichtigkeit eines Gedankens auch nach 20 sek. nachdenken noch Bestand hat, oder ob es sich nur um etwas Flüchtiges handelt. Überkommunikation ist nicht immer notwendig. Geschweige denn schön.

Und jetzt fragt man sich, wie ich wohl auf dieses Thema gekommen bin? Ja ratet mal! Meine Kinder reden. Reden und reden und reden. Den ganzen Tag. Sie können noch nicht schreiben, deswegen reden sie. Gerne gleichzeitig, miteinander, mit mir, mit ihren Tieren, mit den Nachbarn, mit Fremden, mit jedem und allem. Meine Tochter führt sogar Gespräche mit der Sonne und ausgewählten Regentropfen. (Was ich dank mütterlichen Hormonen unfassbar niedlich finde.) Und wisst ihr was ich ihnen jetzt mal beibringe? Schweigen! Genau!  Natürlich werde ich ihnen nicht das Reden verbieten oder sagen „Hey Leute, klappe halten, ist doch auch schön, wenn wir mal nichts sagen.“ Nein, ich werde ihnen erst einmal ganz einfach versuchen beizubringen was Stille mit uns macht. Und wie schön das sein kann.

Und dann werde ich es hier berichten. Ich werde es euch mitteilen….denn nach so viel Schweigen muss es einfach raus!

Wie seht ihr das?

 

Was tun, wenn Kinder aggressiv sind

Warum ich von stillen Treppen / Stühlen und Ecken nichts halte

Wenn die kleinen Fäustchen fliegen, aus den Mündchen gruselige Schimpfworte schießen und die Augen mit Wuttränen gefüllt sind, finden kleine Kinder oft nur diesen einen Weg aus ihrer Misere, der uns ordentlich missfällt. Aggressivität.

Es gibt wenige Themen, die uns Eltern so an die Nerven gehen, wie die Aggressionen unserer Kinder. Als wäre unser innigstes Bestreben lauter kleine Sonnenscheinchen großzuziehen. Ich muss zugeben, dass mir das ein sehr lieber Gedanke ist, leider weit entfernt von der Realität. Auch ich finde harte Auseinandersetzungen nicht schön. Und das ist untertrieben. Diese harten Diskussionen, Streits und Wutausbrüche……:

Es nervt mich. Es macht mich sauer. Es macht mich traurig. Ich fühle mich hilflos…

…und manchmal bin ich so wütend, dass ich am Liebsten genauso reagieren würde wie mein 6 oder 3 jähriges Gegenüber. Ich will auch manchmal kratzen, beißen, spucken, schubsen und laute und wüste Beschimpfungen von mir geben. Tja…..erwachsen zu sein ist eine Bürde.

Als mein Sohn zwei war musste ich ihn von den Tageseltern abholen. Diese Verbindung hatte ohnehin nie gut funktioniert. Und als ich ihn, hochschwanger wie ich war, abholte, erklärte mir der Tagesvater, mein Sohn habe das jüngste Mädchen umgeschubst und habe versucht mit dem BobbyCar drüber zu fahren. Ok, das war natürlich nicht so lustig. (Ich gestehe….ich musste lachen….aber klar: Nicht lustig!) Und gefährlich! Und da ich ja selbst gerade drauf und dran war ein Mini-Geschwisterchen zu produzieren, war ich auf seine Erklärung gespannt. Als ich fragte: „Sag mal, das tut doch weh. Was hast du denn gedacht, was du da machst?“ da sagte er  „Ich wollte Brummschanze spielen.“ (Das war das Wort für Sprungschanze.) Also der Hintergedanke war nicht böse, aber die Umsetzung so weitblickend, wie es für dieses Alter nun einmal normal ist. Der Weitblick reicht höchstens bis zur eignen Nasenspitze. Höchstens!

Woher kommen die Aggressionen?

Es gibt natürlich viele unterschiedliche Gründe für Aggressivität. Auch Kinder haben ihre Gründe. Gerade Kinder haben ihre Gründe, denn ihnen fehlt häufig der Überblick über die Gesamtsituation.

Aggressives Verhalten ist eine Form der Kommunikation

Gerade so um das zweite Lebensjahr fangen die Kinder zum ersten Mal an zu schlagen, zu kratzen, zu beißen und zu schubsen. Aus manchen der süßen kleinen Menschlein werden plötzlich Monsterchen. Das ist ungefähr auch die Zeit, in der die Kinder merken, was man alles ausrichten kann, indem man Botschaften sendet. Verbal oder motorisch – das ist erstmal genau die Frage. Die sprachliche Qualifikation wächst überproportional und sie verstehen oft vielmehr als sie sprechen können. Das ist eine frustrierende Situation. Die Kinder haben eine relativ genaue Vorstellung von dem, was sie mitteilen möchten, jedoch können sie es nur schwer ausdrücken. Mit diesem Frust gehen Kinder sehr unterschiedlich um. Manche werden still, manche arbeiten emsig an der Wortbildung und geben nicht auf, bevor sie ausgedrückt haben, was sie sagen möchten. Wieder anderen dauert das einfach zu lange. Sie werden dann „motorisch“ kommunikativ, was wir als aggressiv ansehen. Stimmt ja auch irgendwie.

Konsequenzen sind ein Muss

Aggressives Verhalten  muss natürlich Konsequenzen haben. Und da sind wir beim Thema. Aggressiven Kindern muss man selbstverständlich auch Regeln zeigen. Man muss verbalisieren, also Worte finden, und zeigen, dass das kein annehmbares Verhalten ist. Dass so etwas nicht geht und keinesfalls zu tolerieren ist. Dies sollten wir immer mit liebevollen Elternaugen tun. Wir als Eltern haben die Aufgabe auch durch unser konsequentes Verhalten den Kindern zu zeigen, wo die Grenzen liegen. Immer wieder, damit die Kinder lernen können, dass solche Grenzen nicht überschritten werden dürfen – unnachgiebig aber liebevoll.  „Wer haut und spuckt geht heim“, dann muss man auch heim gehen, wenn man es gesagt hat, man muss aber dann nicht wie wild an seinem Kind herum zerren, auch wenn man selbst frustriert ist. Das ist konsequentes Verhalten

Die Kinder sollten aus den Situationen heraus genommen werden, um die anderen Kinder zu schützen und auch um ihnen selbst zu zeigen, dass hier eine Grenze überschritten wurde. Dabei ist es natürlich sehr wichtig, liebevoll zu bleiben. Denn kaum etwas ist schädlicher als aggressiv auf aggressives Verhalten zu reagieren. Damit meine ich aber nicht, dass man die Kinder zuquatscht. Man muss schon klar und deutlich klar machen: Das hier geht nicht.

Warum die „stille Treppe“ keine Lösung ist

…zumindest nicht in meinen Augen.

Die Motorik und der innere Antrieb sind sehr eng miteinander verbunden. Wenn man nun Kinder aus einer sehr emotionalen, ärgerlichen Situation heraus nimmt und sie auf die stille Treppe, den Stuhl, die Ecke oder sonstwohin schickt, dann wird der Augenmerk auf etwas anderes gelenkt. Es ist nicht die Konfliktlösung die im Vordergrund steht, sondern der Wunsch nach Ruhe. Also, dass das Kind still ist.

Außerdem veranschaulicht es dem Kind auf eine sehr einfache und wenig eloquente Art, dass die Erwachsenen die superiore Position einnehmen. Das sollte uns Erwachsenen klar sein und es ist nicht an uns, dies so plump darstellen zu müssen. Natürlich sind wir überlegen. Aber genau deswegen müssen wir es nicht zeigen oder beweisen. Das ist die Natur der Dinge.

Die Kinder können und werden nicht reflektieren wenn sie so sehr damit beschäftig sind den Vorgaben „still“ und „sitzen“ zu entsprechen. Eine Reflexion über das Gesagte kann nicht stattfinden. Alles was in den Kindern vorgeht – wenn überhaupt ist „Ok, wenn ich still bin kann ich aufstehen, wenn ich still bin, still, wenn ich still bin…“

Eine alternative Lösung ist sehr simpel. Die Kinder in ihr eigenes Zimmer zu schicken bzw. sie dorthin zu bringen, ist in meinen Augen deutlich sinnvoller. Denn dort haben sie ihre eigenen Dinge. Sollten sie sie vor Wut kaputt machen, werden sie Konsequenz spüren, die da heißen könnten „Wenn du aus Wut etwas kaputt machst, dann gibt es das nicht noch einmal.“ Sie können sich austoben, sie können wieder zu sich finden und dabei sind sie in ihrer eigenen Umgebung. Die Botschaft ist die gleiche: „Wenn du beruhigter bist, darfst du heraus kommen.“ oder – wenn es ganz schlimm war – „Du bleibst hier bis ich dich hole.“ (Damit meine ich natürlich nicht, dass die Kinder dort ewig bleiben. Man muss natürlich gucken gehen dass es ihnen gut geht und nach 10 min ist die Zeitspanne häufig schon längst erreicht.)

Für Kinder, die in ihrem eigenen Zimmer bereits mit Videogames, Handy und TV ausgestattet sind, herrscht hier natürlich ein Verbot für diese Zeit.

Das ist eine Idee – keine strikte Leitlinie. Dennoch: Die stille Treppe führt in meinen Augen überhaupt nicht in die richtige Richtung.

Strategien sind die LösungSanduhren

Was kann man tun?! Wenn man möchte, dass die Kinder aus dieser Entwicklungsphase gestärkt hervor gehen, kann man sie natürlich unterstützen.  Dafür benötigen wir einen weiteren Schritt.

Eine maßgebliche Veränderung lässt sich herbei führen, in dem man den Kindern eine Strategie mit an die Hand gibt, eine alternative Verhaltensweise. Man kann versuchen, die motorische Kommunikation in verbale Kommunikation umzulenken. Zum Beispiel könnte man dem Kind erklären, was es stattdessen machen soll, ein paar simple Beispiele:

  • Das Schubsen auf der Rutsche könnte man strategisch um wandeln in dem man sagt „Es wird nicht geschubst! Du willst vorbei, dann sag ‚Entschuldigung, kann ich vorbei?‘ „
  • Wenn einem Kind vor Wut die Fäustchen zittern könnte man beispielsweise sagen „Hör mal, wenn dir wieder die Fäustchen zittern, dann komm zu mir und wir können zusammen so laut schreien wie es geht. – Schlagen ist aber verboten! Dann geht es sofort heim!“
  • Nicht enden wollenden Schimpfworttiraden von Kindern kann man entgegenwirken, indem man die Kinder mit einer Eieruhr aufs Zimmer schickt. Ich habe dafür Eieruhren von 30 sek. bis 10min. Die Kinder können somit selbst sehen, wann sie wieder heraus kommen dürfen. Funktioniert bei uns relativ gut, es gehört zum Komplex der Selbstbestimmtheit.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten den Kindern Strategien an die Hand zu geben. Wenn dir keine passende Strategie einfällt, dann kontaktiere mich, oder kommentiere einfach. Bestimmt finden wir gemeinsam eine Lösung.

Klare Ansagen und alternative Strategien bringen den Erfolg

Zusammengefasst kann man sagen, dass sich eine Kombination aus Reglementierungen und alternativen Handlungsideen eine gute Option ist und zwar für alle Beteiligten. Durch unser Vorhaben eine alternative Strategie zum Hauen, Schlagen und Beißen zu entwickeln, müssen wir uns intensiv mit der Thematik beschäftigen. Das führt dazu, dass das wütende Kind bereits merkt „Oha, da interessiert sich ja jemand für mich…..und schimpft nicht nur blöd rum!“

Es ist also für alle von Vorteil.

Wie sehr ihr das Thema? Bitte lasst es mich wissen!

Wie Kinder Sprachen lernen

„It goes lose, wie der Franzose sagt“ – pflegte mein Klavierlehrer vor jeder Stunde zu scherzen – heute kann ich drüber lachen…..

Jeder, der eine Fremdsprache spricht, hat sich vielleicht schon einmal überlegt, was eine Sprache ausmacht. Oder zumindest, warum man einfach nicht so klingt, wie ein Muttersprachler.

Was macht denn eine Sprache so aus? Das muss man sich einmal überlegen. Ist es das Aneinanderreihen von erlernter Grammatik? Sind es die Wörter? Das Verständnis von komplexeren Satzstrukturen und der Melodie?

Wohl kaum. Dennoch: Eine Sprache derart zu dechiffrieren ist wohl nötig, um sie zu erlernen. Aber um eine Sprache richtig gut sprechen zu können, braucht man ein paar wichtige Zutaten. Eine Hauptzutat ist wohl, der Wille!

Man muss sich auf eine Sprach einlassen, komplett, um sie zu internalisieren; zu verinnerlichen.

 

Für mich gilt ganz klar: Das Erlernen einer Sprache, ist eine wunderbare Erfahrung und ein Können, dass sich immer wieder einsetzen lässt – von dem man nur profitieren kann. In allen Aspekten.

Initiiert durch den Artikel von tollabea ist mein  folgender Text entstanden. Ich sehe die Dinge anders. Aber man muss nicht eins gegen das andere ersetzen. Vervollständigen ist vielleicht ein sinnvollerer Ansatz.

Übereinstimmen kann ich damit, dass man üben muss, damit eine Sprache erlernt wird. Ok, dem stimme ich zu. Uneingeschränkt.

Aber bereits beim Vergleich von Zähneputzen und Sprachenlernen, da hakt es meiner Meinung nach ziemlich.

In wie fern ist das Zähneputzen mit dem Sprachenlernen gleichzusetzen? Wenn ich mir nicht die Zähne putze, werde ich krank. Die Zähne fallen aus, oder bekommen Löcher.

Wenn ich die Fremdsprache nicht übe……dann passiert genau genommen nichts. Außer dass ich die Sprache nicht lerne. Im ernst jetzt….ungeputze Zähne sind schon echt ganz schön eklig und ungesund obendrein. Und ohne ein paar von ihnen ist das Sprechen – auch in der eigenen Muttersprache – ganz schön schwierig. Aber keine Fremdsprache zu sprechen ist damit nicht vergleichbar. Klar wollen wir gerne, dass unsere Kinder das können – und bis zu einem gewissen Grad muss das in der Schule auch klappen. Aber noch lieber als dass mein Kind mit 18, vier Fremdsprachen beherrscht, hätte ich doch, dass es mit 18 noch ein weitgehend intaktes Gebiss hat.

Also die Priorisierung in diesem Artikel entspricht nicht meiner Ansicht.

Nicht umsonst bezeichnen wir das in der Schule gelernte Fremdsprachenwissen als „Schulenglisch“ oder „Schulfranzösich“ nicht selten mit dem vorangehenden Wort ’nur‘ versehen. Ob man eine Fremdsprache nur in der Schule gelernt hat, oder im jeweiligen Land, ob im Austausch, mit AuPairs, Tandems, Freunden mit anderen Muttersprachen o.ä. macht einen wesentlichen Unterschied und wir wissen, dass das wenn überhaupt gerade mal so genügt um sagen zu können, dass man eine Sprache grundlegend beherrscht.

Aber lasse ich auch das einmal einfach so dahin gestellt, frage ich mich weiter, nach der Kompatibilität des Vergleichs:

  • Ist Sprachenlernen so einfach wie Zähneputzen? – Nein
  • Kann jeder, jede Sprache so gut beherrschen wie Zähneputzen? – vermutlich nicht
  • Sollten wir bei Kindern im gleichen Alter mit den Fremdsprachen beginnen in dem wir beginnen ihnen die Zähne zu putzen? – NEIN! Himmel hilf.

Man lernt eine Sprache dann besonders gut, wenn man sich für sie interessiert. Und das ist sicher nicht, wenn man jeden Tag abliefern muss. Und selbst wenn der Lerner den Maßstäben entsprechend lernt, so ist das Erlernte schnell wieder verschwunden. Denn ein maßgeblicher Faktor, der Theorie fehlt hier:

DAS GEFÜHL FEHLT

Sprache und Sprechen leben vom Gefühl, von einem Miteinander. Man spricht nicht umsonst vom Sprachgefühl. Es geht ums Singen, um Musik – also die Musik der Sprache. Die Intonation, also die Sprechmelodie und um einen wohlwollenden inneren Bezug. Es geht um den Kontakt zur Lautformung etc.

Sprachen zu erlernen macht sich nicht alleine an einem guten Vokabular fest. Wenn man will, dass die Kinder oder man selbst eine Sprache lernt und lebt, dann tut man gut daran, den Spaß zu erhalten. Und der wird längerfristig erzeugt. Durch Urlaube, Musik, gute emotionale Verbindungen, Austausch oder Auslandsaufenthalte etc.

Die Vorschläge des Artikels, nämlich jeden Tag 5 Sätze zu sagen, aufzunehmen und per Smartphone an einen Lehrkörper zu senden….. Üben ist immer gut. Freiwillig und ohne Druck ist am Besten. Wobei – natürlich – es kommt auf das Ziel an. Wenn es uns genügt, dass unsere Kinder Sätze aneinanderreihen, Wörter und Grammatik beachten – ok, das würde vermutlich funktionieren.

Nur: Das macht keine Sprache aus!

 

Habt Ihr noch Lust auf konkretere Tipps? Lasst es mich wissen!

Richtig mit den Kindern sprechen

Inspiriert durch den sehr sanften und liebevoll geschriebenen Blogpost von Susanne von „Geborgen Wachsen“ und meinem gestrigen Erlebnis mit meiner Tochter, ist dieser Text hier entstanden.

Meine Tochter (3) saß gestern am Abendbrot-Tisch, zeigte mit dem Finger auf mich, machte ein undefiniertes Gesicht und sagte:

 

„Und jetzt geh‘ und räum‘ dein Zimmer auf!“

Ich musste so lachen. Meine Freundin, die mit ihren Kindern zu Besuch war auch. Die Tochter hatte aber keine Ahnung, was damit gemeint war. Und da ereilten mich gleich diverse Fragen:

1.) Was davon versteht sie nicht?
2.) Kann sie nicht aufräumen?
3.) Versteht sie den Befehlston nicht?
4.) Warum weiß sie nicht was das heißt – es ist doch echt nicht so schwierig zu verstehen?

Die Antworten auf die oben gestellten Fragen sind: Ich rede einfach so nicht mit meinen Kindern. Oder besser gesagt: Es ist nicht die Art, in der ich mit meinen Kindern reden will. Ganz im ernst…..es könnte mir schon mal passieren. Aber es ist nicht die Art und Weise von der ich überzeugt bin. Deswegen können sie mit so einem Satz nichts anfangen. Dass sie ihn aber ausprobieren um zu schauen wie die Reaktion darauf aussieht, finde ich klasse. An Tochters undefiniertem Gesicht ließ sich so gut erkennen, dass sie keine Idee hatte, wie das alles gemeint war. Natürlich kennt sie jedes einzelne Wort. Aber wenn man Wörter aneinander reiht kommt noch lange keine sinnvolle Äußerung zustande.

Die Kommunikation, nicht nur mit Kindern, beinhaltet ganz viele unterschiedliche Aspekte. Susanne hat ein paar davon bereits sehr schön und sanft zusammen gefasst. Es ist natürlich bekannt, dass man mit Kindern bestenfalls in liebevoller Sprache umgeht. Auch, dass man Kindern, die ja erst im Begriff sind, das Sprechen und den Gebrauch von Sprache und Sprechen zu erlernen, mit möglichst eindeutiger Wortwahl durch den Alltag geleitet. Das wird hier sehr schön gezeigt. Es geht hierbei aber um noch einiges mehr.
Das Gesagte setzt sich immer auch zusammen aus den Dingen, die sich nicht in Worten verschriftlichen lassen. Die Redensart „Der Ton macht die Musik.“ ist bekannt. Es ist also auch abhängig davon WIE etwas gesagt wird. Ob man nun freundlich sagt „Das hast du ja toll gemacht.“ oder den exakten Satz in einem sarkastischen Unterton formuliert, macht einen ungemeinen Unterschied. Für die Kinder allerdings erstmal nicht. Denn sie können das seltsame Gefühl, das sie ereilte, als gesprochen wurde gar nicht zuordnen. Zumindest nicht zu Beginn des Sprechlernprozesses. Ab Schulalter könnte das schon funktionieren und natürlich ist das auch abhängig von der Art und Weise wie zuhause gesprochen wird. Wenn das Kind dort viel mit Ironie in Verbindung kommt, wird es diesen Unterton eher verstehen, als in einem Zuhause, in dem sehr viel Wert auf den „korrekten“ Ton gelegt wird. Dabei gibt es kein besser oder schlechter. Es sind einfach zwei unterschiedliche Arten des heimischen Familientons.
Weiterhin spielt eine Rolle, ob man sich körperlich dem Kind zuwendet, ob man in Ruhe spricht und vor allem auch ob man sich selbst, während man spricht, mit dem Gesprochenen beschäftigt.
Wenn man auf dem Handy eine Nachricht tippt und dabei sagt: „Und jetzt geh und räum dein Zimmer auf.“ dann wird vermutlich erst einmal gar nichts passieren. Wenn der Erwachsene der Thematik keine Aufmerksamkeit schenkt, warum sollte es dann das Kind tun?

Es gibt eine sehr simple Regel in der Kommunikation, die ich in meinen wissenschaftlichen Untersuchungen beweisen konnte:

Wenn sich der Sprecher Mühe gibt, von den Zuhörern verstanden zu werden, dann erhöht sich die Bereitschaft der Zuhörer, auch tatsächlich zuzuhören.

Das klingt so profan. Ist es auch, wenn wir uns daran hielten. Tun wir aber nicht immer…..geht auch nicht immer. Wir sind ja Menschen. Aber es kann uns ein Anhaltspunkt sein. Sowohl im Privaten als auch im Beruflichen. Es hat in meinen Augen auch etwas mit gegenseitigem Respekt zu tun. Ich als Sprecher gebe mir Mühe für euch, und ihr gebt euch Mühe für mich. Das ist eine grundsätzliche Einstellung im sozialen Miteinander.

Als Beispiel:
Ich sitze auf einem Spielplatz. Neben mir ein Papa mit einem etwa 6 jährigen Sohn. Der Sohn schnappt sich ein Rad und fährt los. Der Papa des Kindes sitzt zurückgelehnt, beide Arme zur Seite gestreckt und auf die Rücklehne gelegt, auf der Parkbank und ruft: „Nicht wegfahren! Nur hier auf dem Spielplatz!“ der Sohn blickt zum Vater, guckt kurz, taxiert die Situation, dreht sich um und fährt weg. Nach einer Runde UM den Spielplatz, (nicht IM Spielplatz) wird der Papa unruhiger und ruft lauter: „Hey! Hörst du schlecht, ich habe gesagt, du sollst bitte hier bleiben!“.
Also fährt der Sohn weiter.
Bei der nächsten Runde erhebt sich der Vater und ohne etwas zu sagen, hält der Sohn an und steigt vom Rad.

Der Sohn hörte natürlich nicht schlecht. Wir haben ja gesehen, dass er sich sogar umgedreht und gut überlegt hat was er am Besten tun könnte. Wäre der Vater aber gleich aufgestanden und hätte somit den direkten Kontakt zur Situation und seinem Sohn hergestellt, wäre der Junge vermutlich im Rahmen des Spielplatzes geblieben.
Es war nicht einmal eine unfreundliche Situation. Weder Vater noch Kind waren gereizt. Ich würde es eher als eine misslungene Kommunikation bezeichnen. Und das ist irgendwie eine Zeitverschwendung, oder nicht?

Wenn es jetzt um die Kommunikation mit Babys geht, dann denke ich ist Susannes Ansatz sehr ambitioniert und auch sehr einfühlsam. Ich würde nur hinzufügen wollen, dass auch die Kraft der nonverbalen Kommunikation hier eine sehr große Rolle spielt und spielen kann. Zärtliche ruhige Bewegungen und gesungene Liebkosungen….all das schafft eine wunderbare Kommunikationsatmosphäre für Säuglinge und kleine Babys.

Eine Sache, die mir immer wieder auffällt, ist dass Kinder von Erwachsenen verbal häufig auf den Arm genommen werden. Dass das für die sprachliche Entwicklung durchaus von Vorteil sein kann, sehe ich in Grenzen ähnlich. Aber auch Kinder haben ein Recht auf Ruhe. Ich denke aber dass dieses Thema Potenzial hat ein ganzer, alleiniger Text zu werden 😉

Ach ja: Woher kam denn jetzt dieser Satz von meiner Tochter?

Heute früh hörten wir Kassetten, wie immer wenn wir Zähneputzen. Und da sagte doch der strenge Bernhard Blocksberg (der einzige, der in Bibis Familie Ordnung nicht herbei hexen kann) zu seiner Tochter eben diesen Satz! Aha! Ha! und nochmals AAAAHAAAAA!!!

Also: Wie ist es bei euch? Wie seht ihr das?

Schnuller ist auch ein Sch-Wort!

Lange Zeit dachte ich mit diesem Wort, also dem Sch-Wort, sei das Wort SCHEISSE gemeint. Ein Wort das man nicht vollständig aussprechen soll. Gehört sich nicht und ist anstößig. Seit ich Kinder habe, ist das SCH-Wort für mich: SCHLAF. Ich will es nicht aussprechen und auch nicht darüber reden.

Für viele Eltern ist es aber das Wort SCHNULLER. In Kindergärten und auf Spielplätzen spielt plötzlich die Fragen „Hat dein Kind noch einen Schnuller?“ eine wichtigere Rolle, als die Frage nach den Nächten, der Verdauung, der Windelmarke und den Dinkelstangen.

„WAS? Dein Kind hat mit 3 Jahren noch einen Schnuller?“

„Um Gottes Willen, so lernen die ja niemals sprechen!“

„Na dann freu dich mal auf die Zahnarztrechnung!“

oder meine Liebslingsfeststellung

„Also bis sie in die Schule kommt, muss der aber weg sein!“

Ja, so haben wir das vor. Also ICH habe es so vor. Nr. 2 hat gar nichts vor. Zumindest nichts ohne ihren Schnuller. Sie liebt ihn heiß und innig – und ich ihn auch. Ich liebe ihn auch, weil Nr. 1 ohne Schnuller lebt. Seit seiner Geburt und ich kann nur sagen, dass ich mir mehr als einmal, ja sogar mehr als 13 000 mal einen Schnuller für ihn gewünscht habe.

Ich sage es lieber gleich vorweg. Auch wenn ich es gerne wäre, ich bin nicht allwissend, allerdings so gut wie, und dies ist eine unvollständige aber gewissenhafte Beantwortung der immer wieder an mich gestellten Fragen.

Mit diesem Thema verhält es sich ähnlich, wie mit den anderen SCH…-Wörter. Es gibt viele Meinungen, ob man überhaupt damit anfangen soll oder  lieber gleich verbieten oder gar nicht anbieten. Das will ich hier echt nicht diskutieren. Macht mal wie ihr wollt. Aber wenn ihr wollt, dann ist folgendes Wissen ganz nützlich:

Meine Kinder haben sprechen gelernt. Eure werden das auch tun. Ob mit oder ohne Schnuller ist ganz egal. Es gilt allerdings ein paar Dinge zu beachten und zu wissen.

Ein Schnuller führt unter anderem dazu, dass:

  • der Mund des Kindes voll ist
  • eine ständige Saugbewegung stattfindet
  • die Zahnstellung beeinflusst wird (und mit ihr die Basis des Sprechenlernens)
  • Gaumen- und Kieferwachstum beeinflusst wird (ebenfalls Basis des Sprechenlernens)
  • die Zungenmuskulatur wenig beansprucht wird (ebenfalls Basis des Sprechenlernens)

Alle diese Eigenschaften beeinflussen und beeinträchtigen den Mund und die Artikulationswerkzeuge (also alles was man so zum Sprechen braucht, Lippen, Zunge, Zähne) unter Umständen enorm. Was also tun? Im Folgenden sind Altersangaben erwähnt. Bitte nehmt dies nur als Richtlinie. Jedes Kind ist anders und hat sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Es sind wirklich nur die gängigen Altersrichtlinien.

0-6 Monate: Nichts. Meistens sind die Kinder in dem Alter noch nicht ausgeprägt schnullersüchtig. Wenn doch: Drinnen lassen! Es ist in dieser Zeit wirklich egal und es ist wichtig und hat absolute Priorität, dass man selbst gut schläft und das Kind auch. Die ersten 6 Monate kann man einfach gar nichts verkehrt machen. Ein ruhiges zufriedenes Baby ist – wie wir alle wissen – goldwert.

6-12 Monate: Immer mal wieder den Schnuller heraus nehmen und Lippenspiele und Zungenspiele machen. Aktiv ein paar Phasen (wenige Minuten lang) am Tag einbauen, an denen das Baby keinen Schnuller im Mund hat. Zum Beispiel ist es sinnvoll diese Phasen tagsüber einzuplanen. Zu Zeiten an denen das Kind nicht müde ist. Dann wird gesungen und gelesen und die Kinder ahmen bereits die ersten Geräusche nach. Bei Kindern, die problemlos längere Zeit ohne Schnuller können, einfach dabei bleiben.

Bitte bloß nicht auf die Idee kommen in diesem sehr, sehr frühen Alter schon mit „Nimm mal deinen Schnuller raus, ich verstehe ja gar nichts!“ zu kommen. Zeigt euren Kindern eure eigenen Zungen. Lasst sie aus Strohhalmen trinken, aus Bechern, von Gabeln essen, von Löffeln…..alles was den Mund auf unterschiedliche Weisen formt und die Mundwerkzeuge unterschiedlich beansprucht ist gut. Singen, brummen, ploppen….mit den Lippen den Bauchnabel aufpusten und aufpusten lassen…..es gibt keine Grenzen. Und Immer schön loben. Klar!

Allerdings: Wenn das Kind nach seinem Schnuller verlangt, dann soll es ihn auch bekommen. Es sind Babys, die dürfen das!

ab ca. 12-14 Monate: Jetzt sollten wir wirklich darauf achten, dass die Zunge in Schwung kommt, wenn sie das noch nicht ist. Die Lippen müssen beweglich sein, die Zunge nicht schwer und ungebraucht, sondern voller Tatendrang. Lecken, schlecken, bewegen, küssen, tasten…..und singen, singen, singen.

Jetzt kommen immer mehr Zähne. Da werden die Kleinen wie wild auf dem Schnuller herumbeißen. Wunderbar! Sei froh, dass es nicht deine Brustwarze ist.

ab 24 Monaten: Die Zähne sind wohl alle da. Zumindest die vorderen und man sieht langsam aber sicher den Schnullermund bzw. das Schnullergebiss. Die Schneidezähne verlaufen in einem schönen Bogen um den Schnuller herum. Süß sieht das aus. Aber habt ihr mal versucht mit einem Korken zwischen den Zähnen ein Stück Fleisch abzubeißen? Klar, geht nicht. Und so geht es den Kindern auch. Teilweise können Problem auftreten beim Kauen. Das ist unter Umständen aber nicht weiter wild, wenn uns als Eltern das bewusst ist. Also, beobachtet eure Kinder. Können sie gut kauen? Fällt das Essen oft aus dem Mund? Schiebt die Zunge das Essen heraus oder liegt es an dem unvollständigen Verschluss der Schneidezähne? Ist das der Fall, dann müssen andere Strategien her.

Zeigt euren Kindern, wie man mit den Backenzähnen kaut. Zeigt ihnen, dass sie die Lippen verschließen beim Kauen, damit das Zeug nicht durch die offenen Zähnchen rutscht.

Das sind Dinge, die man eigentlich selten beibringen muss. Schnullerkindern sollte man fairerweise diese Aufmerksamkeit entgegen bringen. Kleiner Aufwand große Wirkung.

Also nochmal: Wenn die Zunge unbeweglich und massiv im Mundraum liegt, dann schiebt sie das Essen das vorne und die Kleinen müssen sich arg anstrengen.

Das ist aber wirklich nicht zwingend ein Grund für Logopädie oder Schnullerentwöhnung. Das ist ein Fall für Mama, Papa und die Backenzähne.

Der Schnullerbogen verzieht sich übrigens ganz von alleine, wenn der Schnuller nicht mehr benötigt wird. Es dauert nur wenige Wochen und die Zähne schieben sich weiter nach unten. Die Milchzähne sind wie gemacht für die Schandtaten der Kleinen. Dafür gibt es das Milchgebiss.

Wichtig: Wenn es darum geht, dass das Kind den Schnuller abgeben soll, für 1 oder für 10 min, dann muss das für unsere Zwecke freiwillig geschehen. Keine einzige Übung lässt sich durchführen, wenn das Kind nicht freiwillig mitmacht. Den Kindern den Schnuller wegnehmen…..ich würde es nicht tun, alleine aus dem Grund, dass ich keinen Grund dafür sehe.

Kurz und bündig, hier noch die Beantwortung einiger aktueller Fragen, die mich die Tage erreicht haben.

1.) Welche Schnullerform eignet sich am Besten?

Ein geeigneter Schnuller sieht von beiden Seiten gleich aus. Egal wie herum man ihn in den Mund steckt hat er die gleiche Form. Der Steg sollte recht schmal und dünn sein, damit die Schneidezähne möglichst weit schließen können.

2.) Muss man die Schnullergröße wechseln? Und wenn ja warum?

Ja, ja muss man. Es ist wichtig, dass sich der kleine, weiche Babygaumen, an den der Schnuller durch das Saugen gedrückt wird möglichst gut entwickelt. Dazu darf er nicht zu eng sein. Sobald das Kind eine größere Schnullergröße annimmt, würde ich wechseln, damit der Gaumen breiter werden kann und nicht zu eng bleibt.

3.) Muss ich den Schnuller abgewöhnen? Wann und warum?

Es gibt wenig Gründe einen Schnuller abgewöhnen zu müssen. Ein paar habe ich schon aufgegriffen. Wenn das Sprechenlernen allzu langsam verläuft oder gar verzögert ist, oder die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt ist. Eigentlich sind das allerdings Gründe, denen man mit Schnuller-Einschränkung, Aufmerksamkeit und Eigeninitiative zuvor kommen kann. Wenn das nicht hilft: Dann muss der Schnuller leider wirklich weg.

Allerdings gibt es einen gravierenden Grund: Wenn der Zahnwechsel stattfindet. Wenn also die Milchzähne ausfallen, dann muss, dann MUSS wirklich der Schnuller weg. Denn was das Milchgebiss verzeiht, verzeihen die zweiten Zähne nicht. Es kann sogar sein, dass sie gar nicht ganz nach unten rutschen, weil sie aufgehalten werden.

Zahnwechsel=Schnullerentwöhnung.

4.) Mein Kind will ständig einen Schnuller, was tun?

Es gibt Phasen, da brauchen Kinder ständig ihren Schnuller. Das ist kein Problem an sich. Unter 3 ohnehin nicht, ab 3 besprecht ihr am Besten im Kindergarten (dort sollten sie angehalten werden den Schnuller in ein Töpfchen oder Täschchen zu legen), dass es Ausnahmen geben kann (zum Beispiel kurz nach dem Mittagessen oder bei enormer Müdigkeit. Danach kommt der Schnuller aber wieder in die dafür vorgesehene Tasche o.ä.). Achte einfach darauf, dass die Phase ein Ende nimmt. In der Regel handelt es sich so um ca. 8-10 Tage.

5.) Verändert der Schnuller das Sprechenlernen?

Ja klar, das tut er. Zum Einen, ist das Verhalten der Artikulationswerkzeuge natürlich ganz anders ob der Mund nun voll ist oder leer. Es wirkt sich aber nicht nur auf die Bewegung der Zunge aus. Auch das Schild des Schnullers bewirkt, dass die Lippen sich nicht spitzen können. Für einige Laute ist das aber maßgeblich.

Was man tun kann, ist wirklich darauf achten, dass man in Sprechlern-Situationen, also am Tisch, beim Vorlesen (nicht beim Zubettgehen, das ist natürlich Schnuller-Zeit), in der Badewanne, beim Fahrradfahren, Bereiche schafft, in denen der Schnuller nicht im Mund steckt. Immer freiwillig natürlich.

Eine veränderte Sprechlernsituation, bedeutet nicht, dass die Kinder falsch oder ungenau artikulieren müssen. Es bedeutet aber für uns Eltern, dass wir genau hinhören, genau hinsehen und mit den Kindern üben, damit sich alle Mundwerkzeuge stärken und ausbilden können. Sie müssen beweglich sein. Das ist das A und O.

6.) Gibt es Tricks wie man das Schnullern angewöhnt?

Ich habe diese Frage wirklich gestellt bekommen. Denn es gibt Eltern, deren Babys so unruhig sind, dass sie sich eine Möglichkeit wünschen, dass die Kinder sich selbstständig bzw. mit Hilfe des Schnullers beruhigen.

Es gibt da die bekannten Tipps, Muttermilch auf den Schnuller, drauf klopfen, immer anbieten etc. Ich denke, mit meiner spärlichen Erfahrung, was Babys angeht….die kleinen Dinger wissen sehr gut, was sie in ihren Mund lassen möchten und was nicht. Meistens gibt es im Laufe des Lebens dann eine Erklärung. Vielleicht kann es nicht gut durch die Nase atmen, oder das Mündchen ist zu eng, oder oder oder. Wenn ein Kind keinen Schnuller möchte, dann möchte es keinen, meistens wissen sie es am Besten. Das kann manchmal ärgerlich sein, hat natürlich den Vorteil, dass man den Schnuller nicht abgewöhnen muss. Aber wie man ja weiß, muss man dafür etwas anderes abgewöhnen. Sei es der Daumen, die Brust oder sonst was. Leider kann ich dabei nicht helfen. Solltet ihr aber noch Ideen haben, gebe ich das gerne weiter.

Ich halte es hier wie mit den anderen Sch…-Wörtern. Man kann immer gut Tipps geben, wenn man es leicht hat.

Diejenigen, die wissen, dass es harte Zeiten sind und werden (ich spreche vom Schlafen und Schnullerentwöhnen) halten sich zurück. Innerlich mitleidig, aber in vollkommener Solidarität.

Für konkretere Tipps und Fragen hinterlasst einfach eure Kommentare.

Verflucht und Zugehört!

Wenn Kinder schimpfen lernen, und wie!?
Dieses schönes Wortspiel mit meinen Kindern, hat mich heute einmal auf die Idee gebracht einen Beitrag über ein Erlebnis mit dem größeren der beiden, zu schreiben. Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich es bloggen soll, aber: Ich mag die Geschichte. Und sie zeigt, wie schwer es die kleinen kluges Köpfchen mit der Sprache und dem Sprechen haben. Nicht alles was so scheußlich klingt, ist auch so scheußlich zu verstehen.

Also:

Wie sollte es auch anders sein – mein Sohn ist sehr verbal veranlagt. Ich frage mich auch woher er das hat. Er redet sich um Kopf und Kragen. Vokabeln, Wörter, Phrasen und Strukturen speichert er in seinem gut riechenden, schlauen Köpfchen
wie ein ausgetrockneter Schwamm jeden Tropfen Wasser. Es wirkt als bereite er sich auf Großes vor. Er redet gerne schon bevor ihm klar ist, was er da so sagt Weiterlesen

Viel Lärm um Alles!

Im Trotz des Kindes Ruhe bewahren – wer weiß nicht, dass das eine gute Idee wäre!20151109_122457_resized

Animiert durch einen von BrigitteMom geteilten Artikel von urbia.de ist mir etwas im Umgang mit trotzigen Kindern aufgefallen, das ich einfach so nicht unterschreiben kann. Obwohl ich den Artikel und die Tipps im Großen und Ganzen wirklich gut finde, so ist doch die sprachliche Form, die dort empfohlen wird das Gegenteil von einer sinnvollen Alternative.

Ein Kind im Sprechlernprozess zu zu quatschen ist überheblich. Eine gut gemeinte Tat, die total nach hinten los geht. Wie frustrierend für ein kleines Kind in einer Situation, in der es sich verloren fühlt, niemanden zu haben, der ihm auf Augenhöhe begegnet. Auf Augenhöhe bedeutet aus sprecherischer und sprachlicher Sicht: Weiterlesen

Der Mama ihre komischen Regeln

Von Fällen und Un-Fällen

20150622_150000Ob ich mich da nun verhört habe oder nicht…..ich weiß es nicht genau. Manchmal beschäftigt mich eine Sache so sehr, dass ich gar nicht mehr weiß was jetzt richtig oder falsch ist. Ich bin betriebsblind oder einfach zu müde – letzteres ist natürlich immer eine Option. (Mein letzter Geistesblitz beim Einkaufen: „Oh es gibt schon wieder Rumkugeln….mmmmh das essen die Kinder sicher auch gerne.“)
Im Radio habe ich aber das neue Lied von Silbermond gehört. Es heißt „leichtes Gepäck“ und ich könnte schwören, dass die Sängerin singt „es reist sich besser mit leichteN Gepäck.“
Was ich da meine zu hören, also „leichtn Gepäck“ ist ein Phänomen des Sprechens, das sogar sehr leicht zu erklären ist. Man nennt es Ökonomisierung der Sprechweise und auch Assimilation, was soviel bedeutet wie:

So isses einfacher für die Zunge! Weiterlesen

Schnullerschnabel

Spezialfall Schnullerkinder

schnullerSchnullerkinder lernen auch mit Schnuller sprechen. Keine Sorge.

Die Problematik ist nicht der Schnuller an sich, sondern die Veränderung der Entwicklung von Zungenstellung und -Muskulatur und oft auch der Zahnstellung.

Die Zunge ist ein Muskel und sollte für eine reibungslose Artikulation und Aussprache schön locker und beweglich sein. Bei Schnullerkindern ist das häufig nicht der Fall. Weiterlesen

Sprechunterstüzung leisten

AlleHaendeFür Sprechlerner brauchen wir Geduld und Aufmerksamkeit.

Sie hingegen brauchen minimale Unterstützung. Die selbstverständlichste aller Grundregeln, ist auch diejenige, auf die Erwachsene viel zu häufig noch bestehen müssen.

AUSREDEN LASSEN

Ein sicheres Zeichen dafür, dass man am Gesagten eines Sprechers nicht interessiert ist, Weiterlesen

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